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Montag, 2. Juni 2008

Diverses

Ich hasse es so langsam, direkt an einer Ballettschule zu wohnen Stundenlang das gleiche Geklimper auf dem Klavier, dazu der militante Befehlston der Patriachin: UND 1 UND 2 UND JAJAJAJA - wüsste ich es nicht besser, würde ich ein Domina Studio vermuten
Furchtbar - ICH KANN ES NICHT MEHR HÖREN




Hier noch was vom Wochenende:
Hummel sodomiert Pflanze - im Hintergrund die Ruhr


Tauben glotzen dämlich!
Schlucki für Sandra!

Freitag, 30. Mai 2008

Schwülitäten

Louffi hat es auf den Punkt gebracht. Diese tropisch-schwülen Temperaturen finden meine Pflanzen unglaublich anregend, mich aber haut es eher um.
Das spiegelt sich sogar in meinen Träumen wieder.

In dieser Woche habe ich Spätdienst, das heißt ich kann ja locker ausschlafen.


Heute morgen war ich aber, wie immer, recht früh wach, bin dann aber wieder eingedöst. Dieser stickige Zustand zwischen Tod und Geburt, Ihr wisst schon.

Jedenfalls war mein Traum so real, dass ich selbst im Traum dachte: "Wie furchtbar peinlich, das ist KEIN Traum."

Ich träumte also, ich würde an meinem Schreibtisch sitzen und auf einmal rief jemand: "Jetzt mal aufpassen, BeGu".

Als ich die Augen aufmachte, was ja in Wirklichkeit nicht zu bewerkstelligen war, sah ich, das alle Kollegen bei der Redaktionskonferenz am Newsdesk saßen.

Alle starrten mich an, weil ich ja eingeschlafen war!

So ein bekloppter Traum, dachte ich als ich dann feststellte, dass es doch nur ein Traum war. Es ging aber weiter:

Danach träumte ich, über mir wäre ein Dachfenster und Arbeiter würden die Bäume beschneiden, die ich durch das Fenster sehen kann! Auch das war so real.

Ich ging also im Nachthemd, mit Leggins darunter (WIE SCHEISSE IST DAS DENN!) hinaus in den Garten (hab gar keinen), der völlig verwüstet waren.


Die Baumbeschneider haben meine schönen Blumen zertrampelt und schweres Gerät dort geparkt.


Was soll mir das sagen?

Und hier noch ein paar Impressionen:


Raucherprobleme: Wohin mit den Kippen?
Am Rhein gefunden
Neu erworbener Türkenmohn!
Lisa und ihr neues Spielzeug -quietscht furchtbar!

Montag, 19. Mai 2008

Die Jazzprofessorin und der komische Anwalt


Eine schöne Eröffnung war es. Schatz hat zusammen mit seiner Partnerin eine Bürogemeinschaft mit Badaustellung eröffnet.

Das Wetter spielte am Freitag mit, es kamen viele Menschen und alle sahen zufrieden aus.

Der Nachmittag war längst vergangen, es waren aber immer noch einige Leute da.

Nebenan hatte das Textzentrum zu einem Liedermacher-Konzert eingeladen, so dass sich die Menschen vermischten.
Elegantes Publikum, dass sich hochwertige Badmöbel anschaut, neben jungen Menschen, die ihre Zigaretten selbst drehen.

Lustiger Anblick.


Zu später Stunde kam Europas einzige Jazzprofessorin - Ilse Storb - auch noch vorbei, um sich ein Bild von der neuen Location zu machen.

Ilse ist neugierig, mag Menschen und erzählt gern und viel. Aus gutem Grund, sie ist weltgewandt, weit gereist und doch eine Frau mit Herz und Schnauze.

Drei Jungs von der anderen Veranstaltung wurden hellhörig und gesellten sich zu uns. Es stellte sich heraus, dass sie an der Uni Essen studierten und ihr Professor ein guter Bekannte von Ilse ist.
Bis dahin also schon eine illustre Runde.


Auf einmal kam ganz unbemerkt ein Mann vorbei. Schatz meinte: Das ist doch Dr. Welf Haeger!
Ilse: Wer ist das?
Schatz: Dieser Comedian.

Ilse: Herr Doktor - bleiben Sie doch mal stehen!


Er kam tatsächlich zurück und liess sich überreden, mit uns einen Wein zu trinken.


"Nun machen Sie doch mal einen Witz!" versuchte Ilse ihn zu überreden.

Das er das nicht wollte, kann ich nur zu gut verstehen. Ich parodiere selbst gern Menschen und wenn mir einer sagt, ich soll "mal eben" aus dem Stegreif etwas nachmachen, dann ist das nicht möglich.

Wie dem auch sei: Welf ist ein sympathischer und von Grund auf witziger Mensch! Ich habe mich sehr gefreut ihn kennen zu lernen.

Er war auf dem Weg zu einem Salsa-Merengue Abend, der in der Nachbarschaft statt fand.


Insgesamt ein super unterhaltsamer, informativer Abend. Die Jungs auch supernett - gute Gespräche und ich glaube, die konnten das alles gar nicht fassen, als sie nach Hause gingen.

Wir mussten ja am nächsten Tag zur Kyrburg - Whsiky Tasting! Aber davon später mehr..


Donnerstag, 11. Oktober 2007

Finster wars der Mond schien helle

Auf die grünbeschneite Flur,
Als ein Wagen blitzesschnelle
Langsam um die Ecke fuhr.

Ich war gestern in einem total finsteren Restaurant. Es war stockdunkel. Ein spannendes Experiment.
Der Vorraum war ja noch hell, aber dann ging es durch eine schwach beleuchtete "Schleuse" ins Schwarze.



Im Gänsemarsch, der Kellner vorne weg, wurden wir zu unserem Tisch geführt. Das sassen wir nun und haben erst einmal die Maße des Tisches abgetastet und die Umgebung mit den Händen erkundet. Links von mir eine Wand - schon mal gut.

Was wir auf den Teller bekamen, wussten wir vorher nicht. Man hatte die Wahl zwischen Fleisch (Rind, Geflügel, Schwein), italienisch, Hausmannskost oder vegetarisch.

Ich habe ein vegetarisches Gericht mit Vorsuppe gewählt, Silke war es nach Hausmannskost.

Wir hatten unterschiedliche Suppen. Es war gar nicht so schwer, die Suppe im Dunkeln zu löffeln. Es hat ja keiner gesehen, dass ich mir die Serviette in den Ausschnitt gestopft habe, um mich nicht vollzusabbern.

Während wir auf das Hauptgericht warteten, stellten wir uns natürlich die Frage, wie man einem Blinden wohl Farben beschreibt? Jemanden, der blind geboren wurde?

Die Kellner waren im übrigen auch sehbehindert und bewegten sich absolut sicher in dem Raum.

Wir fragten uns, wie die Einrichtung wohl aussieht. Dinge, die so selbstverständlich sind, werden auf einmal zum Gesprächsthema.

Dann kam der Hauptgang.
Ich konnte nicht abschätzen, wie groß die Portion war und als ich satt war, hatte ich noch einiges auf dem Teller. Ein unschlagbarer Vorteil des Nichsehens ist, auf seinen Körper zu hören. Wenn man satt ist, ist man satt, unabhängig von der Menge, die der Teller noch her gibt.

Meine Hand wusste hinterher, ohne zu zögern, wo das Bier steht.

Nach dem Hauptgang haben wir den Kellner gerufen, weil wir ein Lichtpäuschen brauchten. So ging es also wieder durch Dunkle ins Helle.

Erschreckend hell, so ein beleuchteter Raum.

Den Nachtisch konnte ich schlecht identifizieren.

Ein echtes Erlebnis. Man genießt völlig anders, wird von keinerlei visuellen Eindrücken abgelenkt, schaut nicht zu, daß der Teller leer wird und hat keine Ahnung, ob die Servietten rot, weiß oder schwarz sind.
Unsere waren im übrigen weiß, ich habe eine mit hinaus genommen.

Ich empfehle einen solchen Besuch. Schmecken, riechen, tasten. Sehr intensiv.

Montag, 24. September 2007

Super Wochenende

Wie ihr alle, haben auch wir, das herrliche Wochenende genossen. Samstag haben wir schön geshoppt, zuerst frisches Zeugs vom Rüttenscheider Markt, danach waren wir noch in der Stadt, bei Banneke, und haben unseren Whisky-Vorrat expandiert.
Abends schön mit Bekannten essen und trinken. Herrlich.

Gestern sind wir dann zur Zeche Ewald nach Herten gefahren und haben uns den Stand der Dinge angeschaut.

Auch hier sollen tolle neue Gewerbeflächen und evtl. ein Zunftviertel entstehen.

Hier mal ein paar Impressionen von dem Gelände:



Die Fördertürme und der Malakoff-Turm



Schöne Landschaften entstehen hier

Und hier noch ein paar Eindrücke aus dem Ruhrgebiet (draufklicken, dann wirds größer!)





Ich wünsche Euch einen schönen Wochenstart.

Montag, 4. Juni 2007

Menschen, Messe und Mutanten



Das Ruhrgebiet hatte am Wochenende die lange Nacht der Industriekultur. Wir wollten es uns nicht nehmen lassen, Zollverein zu besuchen um mal zu sehen, was die Veranstalter zu bieten hatten.

Am gleichen Tag fanden sich die EU-Umweltminister auf Zollverein zusammen und die Innovationsmesse Ökotec fand gleichzeitig statt.
Mich hat diese Messe nicht sonderlich interessiert, wenn ich ganz ehrlich bin. Und scheinbar war ich nicht die Einzige. In den Zelten waren nur vereinzelt Menschen. Nur, da wo es was abzugreifen gab, drängelten sich die Lauschepper.
Mich hat ein Mistviech in die Stirn gestochen. Ich merkte, wie meine Stirn pampelmusenhaft anschwoll! Scheiss auf Botox - Viecherstiche haben den gleichen Effekt. Ich war sauer darüber. Das hat gejuckt und wehgetan.

Die Flowerpornoes kenn ich noch aus Duisburger Zeiten, viel weiter als über Duisburg hinaus, ist die Band wohl nicht bekannt. Ich mag sie aber.

Jedenfalls spielten die Flowerpornoes auch auf dieser Veranstaltung. Ab ca. 21:30 Uhr standen Tom Liwa & Co. auf der Bühne. Der Publikumsandrang war nicht soooo riesig.
Ein paar total besoffene Glatzen hingen vor der Bühne herum. Einer von ihnen torkelte auf die Bühne. Tom hat ihm die Gitarre in die Hand gedrückt und dann stand der Vollidiot dort, schrammelte unprofessionell auf der Klampfe herum und lallte ins Mikro: Ich grüße Euch alle! Ich bin total besoffen (ach echt?), hab mir so richtig einen gesoffen heute. Mein Kollege ist auch da, der mit der Glatze (zeigt auf den anderen Hirni!) Ich grüße alle, die für mich gestorben sind (also niemanden). Der Security-Typ hat ihn echt sanft und mit etwas Nachdruck von der Bühne geführt.

Der Typ hat weiter gesoffen und hatte hinterher die ganze Buxe nass, weil er sich in seinen verschütteten Getränken gewälzt hat. Auf einmal torkelte er wieder Richtung Bühne, diese mal mit freiem Oberkörper.
Er konnte kaum einen Schritt vor den anderen setzen. Der Security Typ hat auf ihn eingeredet und verhindert, dass sich der Doofkopp wieder auf die Fresse legt. Ist natürlich passiert - er konnte wohl irgendwie noch verhindern, dass ihm der Kopf aufs Pflaster knallt.
Irgendwann kamen die Jungs von den Johannitern und schleppten ihn weg. Wir hörten ihn noch lalle: Was wollt Ihr denn, ist doch alles in Ordnung.

Und hier noch ein Aufkleber-Sammler:

Dienstag, 29. Mai 2007

Bea im Museum

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Fressfestival, Design-Outlet und schlechtes Wetter.

Da freut man sich auf ein paar schöne Pfingsttage und so schnell gehen sie vorbei. Meine Mama ist bereits aus dem Krankenhaus, was mich sehr beruhigt.
Am Freitag wollte ich einfach nichts tun, sondern mich auf ein schönes, langes Wochenende vorbereiten. Pünktlich, wie an fast allen Feiertagen, bekomme ich am Freitagmorgen, die leider so bekannten Schulter-Nackenschmerzen. Ich kann dann kaum atmen, geschweige denn, den Kopf bewegen. Das macht mir schlechte Laune.
Samstag haben wir uns auf den Weg zu meiner Mutter gemacht. Meinen Vater hab ich in der Kurzzeitpflege auch noch besucht. Er tat mir sehr leid, wie er dort einsam saß. Ein alter, kranker Mann, der immer wieder die gleichen Fragen stellt und in seiner eigenen Welt lebt.
Ich war ganz niedergeschlagen nach dem Besuch.
Moers liegt ja auf dem Weg nach Hause und so statteten wir dem Jazzfestival noch einen kurzen Besuch ab.
Dieses Festival war das Highlight in meiner Jugend. Internationaler Flair so ganz in der Nähe, das war aufregend! Inzwischen ist das Festival 35 Jahre alt.
Die Teilnehmer sahen aus, wie „zu meiner Zeit“, lange Haare, Dreadlocks, enge Jeans und weite Blusen.
Als hätte sich nichts geändert. Ich war dieses Mal die Zuschauerin, die mit hohen Schuhen über den weichen Rasen stöckelte.
Für uns waren das alte Muttis, die „keine Ahnung“ vom Festivalleben hatten und die wir mit Nichtachtung straften. Die Kids heute haben sicher das gleiche gedacht. So ändern sich die Zeiten.

Aus dem Jazzfestival ist ein Fressfestival geworden! Früher standen die Ökos mit ihren selbstgedengelten Kleie-Broten oder Würstchen vom wackeligen Holzkohlegrill! Es wurden Dosen mit Getränken verkauft, die in Kühlboxen aufbewahrt wurden.
Klar, es gab auch kommerzielle Fressstände, aber so dominant waren die nicht.

Ich habe nur für mich beschlossen, dass ich mir beim besten Willen nicht mehr vorstellen könnte, im Schlamm zu zelten. Egal ob Jazzfestival, Rock am Ring oder sonst was: Brauch ich nicht mehr. Ich ziehe bequeme Betten und Duschen vor.

Abends war ich kaputt und bin mal wieder vor dem Fernseher eingeschlafen.
Gegen Frust hilft Einkaufen. Das Outlet Center in Roermond hat auch an Sonn- und Feiertagen geöffnet. Wir also dahin. Es hielt sich auch in Grenzen, viele Deutsche, aber alles hat sich gut verteilt. Ich musste Frustkäufe tätigen.
Das Wetter war erstaunlicherweise recht schön. Es hat Spaß gemacht in tollen Klamotten zu wühlen!
Mein Freund meinte, ich solle ruhig ausgiebig wühlen, derweil schaut er sich die Möpse an...


Es wundert mich jedoch, welche Art von Menschen sich ebenfalls für die, zwar reduzierten, aber immer noch recht teure Bekleidung interessierten. Der Knister-Knaster-Jogginganzug sollte dann wohl doch ausdienen.

Einigermaßen befriedigt sind wir nach Hause gefahren. Abends habe ich noch lecker gekocht und das war dann der Sonntag.

Gestern: Nur REGEN! Das hat nicht zur Besserung meiner Laune beigetragen. Durch meine körperlichen Beschwerden bin ich ohnehin recht schlecht gelaunt und dazu noch der Regen. Der Fernseher war unser Freund und ich habe mir „ Das indische Grabmal“ angeschaut. Als Kind fand ich das faszinierend! Exotisch, erotisch mit einem Touch von Grusel. Die Lepra-Kranken haben mich nächtelang verfolgt.
Heute wirkt das eher lächerlich. Die Inder waren schlecht geschminkte Schauspieler. Paul Hubschmid mit gefärbtem Haar und Schuhwichse im Gesicht.
Um ein wenig Bewegung zu bekommen, habe ich gebügelt. Die Schmerzen hab ich nach wie vor. Wird Zeit, dass ich wieder laufen darf. Heute abend will mit der Orthopäde irgendwelche Hyaluron Spritzen verpassen. Ich habe Angst.

Freitag, 9. März 2007

Leipziger Impressionen