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Mittwoch, 21. Mai 2008

Whisky-Tasting auf Burg Kyrburg in Kirn



Am Samstag machten wir uns auf den Weg nach Rheinland-Pfalz um in Kirn an einem Whisky-Tasting teilzunehmen.

Die Burg allein machte schon Lust auf Schottland, die Dudelsackmusik im Innenhof trieb mir fast die Tränen in die Augen, so schön fand ich das.


Nach der Musik und dem ersten Drink ging es zum Essen. Ein leckeres 3-Gänge-Menür wurde serviert.
Lisa war natürlich auch dabei und hat, besonders bei den Frauen, zu Entzückungsausrufen geführt.


Nach dem Essen ging es in den Keller - in dem sich auch ein Whiskymuseum befand. Sehr eindrucksvoll!


Wir haben ausschließlich Whiskys von der Insel Islay probiert - das sind auch meine Lieblingswhiskys.
Dazu gab es Unmengen von Informationen zu den Distillerien, Lagerung, Fässer und Finishing von Prof. Walter Schobert.
Alles in allem ein sehr gelungener Abend, mit tollem Whisky und netten Leuten.


Sláinte


SIlke: Vielen Dank für den Tipp!

Montag, 5. Mai 2008

Lisa, Lisa, Lisa, LIIISSSAA

Es ist schön Spätdienst zu haben und morgens am See entlang zu gehen, Lisa findet das auch toll. Schön gestärkt hier ins Büro und den Tag nicht vor dem Abend loben.


Hier ein paar Fotos:

Freitag, 25. Januar 2008

Du bist Deutschland

Immer wenn ich diese Kampagne sehe, frage ich mich, wen das motivieren soll? Glückselig lachenden Kinder, die sich auf eine wunderbare Zukunft freuen soll?
Und wer bietet ihnen diese hoffnungsvollen Aussichten? Deutschland natürlich.


Kinder, die keinen Rentenanspruch mehr haben werden, wenige die sich ein Auto leisten können, weil die Benzinpreise unbezahlbar sind. Ausbildungschancen gleich null. Minimallöhne und Maximalpreise. Wow, das wird ein tolles Leben.


Und mal ganz ehrlich: Sieht das Logo nicht aus, wie ein Haufen Scheisse? In Schwarz-Rot-Gold!


Wir sind Deutschland..

Donnerstag, 17. Januar 2008

Mädelsabende

sind doch die schönsten. Obwohl es mir gestern so erbärmlich schlecht ging, war ich doch bei einer Freundin und wir haben zu sechst zusammen gekocht.

War sehr lustig und sehr lecker.
Hier Küchenimpressionen:


Mittwoch, 14. November 2007

Sehr geehrte Frau Noreply..

Einige Bestätigungen bekommt man mit der Absendeadresse noreply@xyz.de.
Eigentlich weiß ja jeder, daß man nicht an diese Adresse zurück mailen sollte. Und wer das versehentlich trotzdem tut, bekommt eine Nachricht, die Mail sei nicht zustellbar.

Eine ältere Kollegin hat eine solche Bestätigung erhalten, hatte aber noch Fragen zum Thema und an die Adresse zurück gemailt.

Die Mail kam natürlich zurück, also versuchte sie es erneut. Und wieder kam die Mail zurück. Sie verstand die Welt nicht mehr und wandte sich an eine andere Kollegin.

Sie sah die Mail mit dem Begrüßungstext: Sehr geehrte Frau Noreply,

Dienstag, 13. November 2007

Böse Mädchen fordern Umtausch

Während meiner ÖPNV Zeit (die ja dank WAT24) morgen vorbei ist, sind mir lustige Dinge widerfahren.
Ich läster ja gern die von mir beschriebenen "Bösen Mädchen".
Am Samstag wollte ich mir also einen Mehrfachfahrschein kaufen und bin zu diesem Zweck in die EVAG-Verkaufsbude maschiert.
Vor mir stand ein "böses Mädchen". Kurze Beschreibung: Rotgefärbtes Haar, übergewichtig, Stretch-Jeans mit Applikationen, Riesenjeansjacke, Rucksack mit Diddl Maus oder so.
Sie fragte, zuerst ganz höflich, ob Sie eine bereits gekaufte Monatskarte zurück erstattet bekäme.
Sie wäre ja in diesem Monat (es war bereits der 10.11.) noch gar nicht gefahren, weil sie ja krank war. Und jetzt wäre sie zu allem Unglück auch noch freigestellt, d.h. sie benötigt die Fahrkarte Preisklasse C nicht mehr.
Kurzum: Sie wollte das Monatsticket erstattet haben.

Der freundliche Mann schaut sich das Ticket an und sagte: Das ist aber übertragbar.
Sie argumentierte, dass sie aber noch nicht damit gefahren wäre.
Das liesse sich ja nicht feststellen, mokierte der Schaltermann.

Sie seufzte hörbar laut und missbilligend. Was denn mit der Erstattung des restlichen Monats sein, das würde man ihr ja wohl zugestehen?
Ja, sagte der EVAG-Mann, allerdings würden pro Fahrt lediglich 50 % erstattet. Bar.
Das wäre ja ein Verlust von 50 % wetterte die clevere Dame und wurde immer ungehaltener.

Genau, so wäre es, bestätigte der Auskunftsmann.

Eine Unverschämtheit wäre das, sie würde auf eine Kulanzlösung bestehen, sie wolle ihr Geld zurück.

Es stände ihr frei, sich bei der Zentrale zu beschweren und ihr Anliegen dort vorzubringen.

Ja, das werde sie auch tun. Schließlich hat ihre Mutter 25 Jahre lang bei der EVAG gearbeitet und sie kennt sich aus.
Und überhaupt, wenn sie das jetzt alles so akzeptieren würde, würde sie dann einen schriftlichen Beleg bekommen?

Nein, würde sie nicht. Sie würde einfach das Geld bekommen. "Ohne Quittung?" keifte sie.

"Ohne Quittung" institierte Schalterman.

Sie fragte nach Schaltermans Namen und drohte mit einer Beschwerde. Ja, das würde sie machen. Er buchstabierte und sie schrieb mit.

Aufgebracht verließ sie die inzwischen proppenvolle Bude und rannte noch fast gegen die Tür.

Ich kicherte hämisch in mich hinein.

Schalterman hat sich noch die Einzelheiten notiert bevor ich endlich dran war.

Montag, 12. November 2007

Affentittengeile, bärenstarke Zeit

Angeregt durch einem meiner Lieblingsautoren, Max Goldt, fiel mir am Wochenende mal wieder die Verballhornung der deutschen Sprache ein.

Alder, Alter oder Aller bedeutet noch lange nicht, daß der Angesprochene ein gewissess Alter erreicht hat. Sondern soviel wie: Hallo, mein Freund!
Digger (Dicker?) hat auch nichts mit der Körperfülle des Opfers zu tun. Dachte ich immer.
Ich habe mal überlegt was wir denn früher so von uns gegegebn haben:
Affentittengeil war die Steigerung von Bärenstark! Und natürlich absolut cool (cool kam aber erst viel später).

"Geil" war ja verpönt. Meine Eltern wollten nicht, daß ich das sage. "Wennze datt noch einmal sachst, hau ich Dich ausse Lumpen" pflegte meine Mama zu sagen (das ist jetzt gelogen, find ich aber gut!)Knorke und Saustark sagt heute auch kein Mensch mehr.


Eh, Alder, wir wollen heute fett alken gehen. Es gibt ne hammageile Location. Vorher gehn wir noch den Tobi aufschärfen und dann zu Mägges. Danach peilen wir mal, was so geht und wie die Chicks drauf sind!


Ne, is klar. Heute schüttel ich den Kopf, wenn ich sowas höre. Sind die überhaupt noch in der Lage, eine richtige Orthographie zustande zu bringen?

Übrigens sagt meine Mama auch gerne: "Ich gehe brausen".
Wir gehen selbstverständlich duschen.
Brausen wurde aber auch von cleveren Werbestrategen missbraucht: "Brausen" Sie mit uns durchs Internet. Vor 10 Jahren ganz beliebt.

Da schüttelt es mich..

Sonntag, 11. November 2007

Komische Leute in Köln

Da steht man nachts um fast 3 Uhr in Köln bei McDo.. und wundert sich, daß manche Leute sich trauen, wie die letzten Prolls herumzulaufen.

Erst später ist mir aufgefallen, dass sie dazu rote Nasen trugen.

Der Karneval ist wieder da und lässt die Leute in Köln jetzt monatelang Narren sein. Oder so.

Ich feiere auch echt gerne Karneval, aber erst dann, wenn es soweit ist - im Februar! Und nicht jetzt schon.

Die sind jeck.

Dienstag, 6. November 2007

Neues aus dem Mikrokosmos

Mein Wagen ist immer noch in der Werkstatt. Man findet den Fehler nicht. Irgendwas "elektronisches" und das bei diesem Wagen!
Heißt für mich, ich bin mit dem Rad unterwegs, oder wahlweise, wie heute, mit dem Bus. Eigentlich ist das nicht das schlechteste.
Die Haltestelle ist ein Fußweg von 20 Sekunden entfernt, der Bus fährt 10 Minuten bis zum Hauptbahnhof und ich laufe dann weitere 10 Minuten.
Es gibt von da aus wohl noch eine U-Bahn, die sich bis auf ca. 500 Meter annähert, aber ich find Laufen nicht verkehrt.
Außerdem entfällt das Parkplatzproblem, ich kann die Zeitung schon mal lesen und Musik hören.

Heute morgen hab ich mich mit "Underworld" hierher fahren lassen.
Klasse.

Weil: Heute abend Underworld Konzert in KÖLLE! Und ratet mal, wer da ist??

Mittwoch, 31. Oktober 2007

Zu Prüde zum Leben?

Neulich habe ich einen Artikel gelesen, indem eine Frau fragte: Kann ich mir eigentlich nicht einfach eine ganz normale Unterhose kaufen??

Stimmt! habe ich gedacht. Einfach mal ein FünferPack Schlüpfer von H&M und wohlfühlen. Nein, es muss ja immer Spitze, String und teuer sein.
Manchmal ist ein Baumwollschlüpfer einfach schön!
Beim Sex ist es doch ähnlich. Es gibt Menschen, die haben einfach gern Blümchensex. Na und?

Heutzutage wird es total verlacht und verhöhnt! Ohne SM, Anal, Oral und Kamasutra läuft doch gar nichts mehr.
Je abgedrehter umso "BESSER"!

Jedermann referiert über seine Vorlieben und brüstet sich mit ausgefallenen Sextechniken, Spielzeugen und Kleidung.

Soll oder einfach jeder das machen, was er möchte, oder?

Wer Baumwollschlüpfer und Blümchensex mag, bitte schön! Kein Grund es zu belächeln.

Donnerstag, 25. Oktober 2007

Gentlemen?

Heute morgen habe ich wieder mal erfahren müssen, wie gerne Männer wegschauen. Ich musste ein Stückchen bis ins Büro laufen, so ca. 1 KM.
Auf dem Rücken hatte ich einen Rucksack - Laufklamotten. 6 1,5 Liter Flaschen Wasser an der Hand, eine Zeitung unter dem Arm und meine Handtasche.

Dermassen bepackt habe ich mich auf den Weg gemacht. Nach 20 Metern ist mir ein Teil der Zeitung heruntergerutscht. Also, alles abgestellt, die Zeitung eingesammelt und weiter gehts. Die Flaschen wiegen ordentlich was.

Nach ein paar Metern wieder das Gleiche. Zeitung rutscht, aufheben und weiter. Beim dritten Mal habe ich dann das gedruckte Werk in meine Tasche gestopft.
Die Flaschen sind sehr unhandlich zu tragen, weil der Griff doch sehr in die Hand schneidet, so dass ich alle paar Meter die Hand wechseln, bzw. die Flaschen auf dem Arm nehmen musste.

Ganz schön schwierig. Es sind ZIG Kerle an mir vorbeigegangen, alle in die gleiche Richtung wie ich.
KEINER hat mal gefragt, ob er helfen kann! Selbst jemand, der ins gleiche Gebäude geht wie ich und mich kennt, hat sich verstohlen an mir vorbeigedrückt und mir noch die Tür vor der Nase zufallen lassen.
Eine Kollegin sah, wie ich vor der Tür stand und hat geöffnet.

Da fragt man sich, was die alle zuhause gelernt haben!

Hilfsbereitschaft ade!

Montag, 15. Oktober 2007

I´m walking

Am Samstag und auch gestern war mal wieder herrliches Oktoberwetter. Und wie bereits im letzten Jahr, habe ich auch in diesem wieder am Walking Day teilgenommen.
Viele hundert Walker und Nordic Walker tümmelten sich am Baldeneysee.

Und los ging es. Es war wie im letzten Jahr, die Strecke war jedoch etwas länger. Wir liefen am Golfplatz vorbei, bevor wir das Wehr erreichten. Eine kleine Expansion.
Schnell waren wir auf der anderen Seite und mir taten die Schienenbeine weh. Nach wenigen Kilometern habe ich mich jedoch eingelaufen. Vorbei an Haus Scheppen und Richtung Kupferdreh. Die leidlichen Nordic Walker sind eine viertel Stunde später gestartet, aber ungefähr an der Stelle, nach ca. 6 KM kam der erste angestöckert.

Kurz vor der Kupferdreher Brücke gab es flüssige Verpflegung. Die Brücke war schnell überquert und jetzt lag der See links von uns.
Mehr als die Hälfte war geschafft.

Die herrliche Landschaft ist ein Genuß für alle Sinne. Ehrgeizig sind wir voran geschritten, es sind schließlich 15 KM zu schaffen.


Wir haben noch einige Leute überholt, bevor wir nach 2 Stunden und 8 Minuten wieder am Regattaturm angekommen sind.

Schön wars. Als ich jedoch auf die Rückseite meiner Startnummer geschaut habe, musste ich feststellen, daß nicht MEIN Name dort vermerkt war. Ich bin also für eine andere Frau gelaufen.
Bei den Organisatoren bin ich auf taube Ohren gestoßen. "Da guckt man doch vorher!" war die lapidare Antwort.
Ich habe allerdings vorher brav meinen Namen genannt, einen Umschlag bekommen, in dem die Startnummer eingepackt war und mir diese ans Shirt geheftet. Ich bin nicht einmal auf die Idee gekommen, den Fetzen von hinten zu betrachten. Hab ich im letzten Jahr auch nicht gemacht!

Eine Urkunde konnte ich auch nicht ergattern. Unter meinem richtigen Namen gab es scheinbar kenne, unter dem "falschen" wohl auch nicht.

Ich hatte auch kaum eine Chance daran zu kommen. In Kästen und alphabetisch sortiert, lagen die Urkunden auf Tischen. Wie angeklebt standen immer die gleichen Menschen davor und ließen niemanden durch.

Ich dachte immer, Sportler wären fair und diszipliniert. Mein Urteil muss ich jedoch revidieren.

Am Start standen bereits jede Menge Nordic Walker und versperrten mit ihren Stöcken den Weg. Obwohl sie erst eine viertel Stunde später gestartet sind! Alle wollten die ersten sein. Ohne Rücksicht auf die, die gleich starten wollen.

Nach dem Lauf stellten sich hunderte Läufer an, um eine Portion Nudeln zu bekommen. Etliche ungerechte haben sich einfach von der Seite drangequetscht und dreist gedrängelt.
Anschließend die Schlacht um die Urkunden.

Schulterzucken von den Organisatoren wegen der falschen Unterlagen..
Ich bin enttäuscht. So schön wie der Lauf auch war.

Montag, 1. Oktober 2007

Montag

Seit Jahren trug ich dieses Gefühl mit mir herum. Ich wollte es ihr schon lange einmal sagen. Ihr sagen, wie sehr ich sie liebe, wie stolz ich auf sie bin und wie ich ihren Mut, ihre Stärke und Kraft bewundere.
Ich habe mich nie getraut. Mehr als einmal habe ich mir vorgenommen, sie einfach zu umarmen und ihr das alles zu sagen.

Immer wieder habe ich gekniffen und gespürt, dass es dringend einmal notwendig ist, mir ein Bedürfnis, solange es noch möglich ist.

Am Samstag hab ich es geschafft. Ich bin einfach zu ihr gegangen, ganz nervös. "Ich möchte Dir etwas sagen..." sagte ich.
Sie schaute mich fragend an. Ich habe sie umarmt und gesagt: "Ich wollte Dir immer schon sagen, wie lieb ich Dich habe, wie stolz ich auf Dich bin und was Du mir bedeutest."
Sie umarmte mich fest und sagte: "Ich bin auch stoz auf Dich."

Am nächsten Tag sagte sie mir, ich hätte ihr eine Riesenfreude gemacht. Ich bin glücklich. Zum ersten Mal im Leben habe ich mich getraut, meine langgehegten Gefühle auszudrücken, alles andere zu vergessen.

Danke Mama!

Mittwoch, 26. September 2007

Auf Krawall gebürstet

Momentan habe ich eine Stinkwut in mir. Ich kenne nicht einmal den wahren Grund für meinen innerlichen Brodelfaktor. Vielleicht liegt es daran, daß ich Dinge zu wichtig nehme?

Ich kann Lügen nicht leiden, finde ich unverzeihlich. Ich kann betrügen nicht leiden, da ärgere ich mich.

Ja, ich sortiere meinen Müll, trinke Tee und rauche nicht. Ja, ich wasche meine dunkle Wäsche mit indischen Waschnüssen und hoffe, damit der Umwelt einen Gefallen zu tun.

Ich kaufe Lebensmittel, von denen ich weiß, daß sie eine gute Qualität haben (heißt nicht, dass ich nicht auch mal bei Aldi einkaufen).

Ich spende für die Tiernothilfe, wann immer mir danach ist. Ich bin pflichtbewußt und lebe nicht über meine Verhältnisse.

Ich reinige alle 14 Tage den Hausflur und ärgere mich wahnsinnig darüber, dass die Nachbarn unter mir das nicht für nötig halten.

Ich hasse Menschen, die alles als selbstverständlich empfinden, nicht mal "Danke" sagen, wenn man was für sie erledigt hat und dann noch genervt sind, wenn ich etwas einfordere, was mir zu steht.

Schließlich ist ihr eigenes Leben so wichtig und stressig, da darf ich es nicht wagen, auch mal an mich zu denken.

Kurz: Ich bin ein Spießer.

Montag, 24. September 2007

Die Wahrsagerin

Ich war gerade mal eben in der Mittagspause in der Stadt und bin eilig über den Kennedyplatz gehetzt als mich eine osteuropäisch aussehende Frau ansprach.
Mein erster Gedanke: Die will Dich anbetteln! So war ich schon auf Ablehnung programmiert.

Sie fragte mich allerdings, ob ich wüßte, wo es in der Nähe ein jugoslawisches Restaurant gäbe.
Wußte ich nicht, ich kenne nur eins ausserhalb.
Dann kam es: Sie würde in meinen Augen eine Liebe sehen. Ich sagte: "Ne, is nicht wahr? Und?"

Es gäbe eifersüchtige Frauen um mich herum. Ich sollte ihr doch einmal meine Hand geben und sie könnte mehr sagen.
Ich habe dankend abgelehnt.
Sie hörte nicht auf: Ich sehe eine Liebe aber auch Eifersucht sagte sie.

Na, das ist ja wohl der älteste Bauerntrick.

"Sie machen das doch bestimmt nicht umsonst" sagte ich.

"Normalerweise ich nehme Geld, aber für Dich ich mache ,, kleine Preis".

"Was heißt "kleine Preis?" habe ich sie gefragt.

"Sonst ich nehme für alles, Liebe, Beruf, Gesundheit alles für 50 Euro. Für Dich mach ich die Hälfte."

Das ist ja ein Schnäppchen denke ich mir.

"Nein danke, ich möchte nicht und ich bin außerdem in Eile." sage ich

"Komm" sagt sie, ich sage Dir was, sag wieviel Geld Du geben willst.

Ich überlege eine Sekunde, denke dann aber daran, daß mein Parkschein in 10 Minuten abläuft und wende mich zum Gehen.

Sie ruft hinter mir her: "Komm, ich sehe was in Deinen Augen. Willst Du Dein Glück erfahren?"

Ich gehe und winke ihr zu: "Vielen Dank. Ich habe mein Glück bereits erfahren."

Dienstag, 18. September 2007

Funny van Dannen

Einer meiner Lieblingssongs:

Montag, 17. September 2007

Hamburg, Moskau, Becks und Buddy´s Bar

Am Freitag nachmittag hab ich mich auf den Weg in Richtung Norden gemacht. Für die ersten 10 KM hab ich locker eine dreiviertel Stunde gebraucht. Feierabendverkehr im Ruhrgebiet.
Als ich erst einmal auf der 43 war, gings flott.


Um ca. 21 Uhr war ich endlich in Hamburg. Jagolina hatte schon eine herrliche Tomatensuppe gekocht und auch der Wein wartete darauf, atmen zu dürfen.
Bis 3 Uhr nachts hatten wir uns das nötigste erzählt und sind erst einmal schlafen gegangen. Der nächste Morgen war sonnig. Ideal, um einen Bummel durch Ottensen zu machen.
Ein niedlicher Markt erwartete uns mit Köstlichkeiten.
Ausgefallene Läden mit allerlei Schnickschnack zogen uns magisch an. Das kleine Einkaufszentrum bot uns alles, was das Herz begehrt. Dagegen ist die Mönckebergstrasse ein Dreck.

Erstmal einen kühlen Weißwein, so shoppt es sich leichter.
Stundenlang haben wir uns hier aufgehalten, dies und das angeschaut, um dann ein weiteres Weinchen in uns zu kippen.

Mit den neu erworbenen Schätzen inkl. Schatztasche sind wir dann erst mal wieder Richtung Jago-Wohnung geschlendert.



Bis zur Elbe ist es nur einen "Katzenwurf" entfernt. Schnell die Taschen verstaut und weiter ging es.
Vorbei an schönen, blumigen Eingänge - ab in den Biergarten mit Blick auf die Elbe.







Jetzt erst einmal ein kühles Becks!

Herrlich, so kann man das Leben geniessen.
Es gab prima Lästermaterial, der Kerl mit dem gelben Fiffi und die Herrenrunde, einer mit rosa Hemd, der Rädelsführer, sowie der peinliche Kerl mit den Motivsocken unter der Hochwasserhose, darüber der 80er Jahre Seidenblouson. Hölle!

Leider ist so ein Glas schnell leer und Nachschub muß her. Geht doch auch.
Leicht angetüddelt sind wir erst einmal nach Hause: Duschen und aufhübschen!

Danach ab zu Katjas Lieblingsgriechen. War ganz schön gut besucht, aber wir bekamen ein nettes Plätzchen. Neben uns ein Tisch mit 4 Kerlen, auf der anderen Seite becherten ca. 8 Jungs hingebungsvoll ihr Bierchen.
Der 4er Tisch wollte besonders charmant sein, lobte unsere Attraktivität und mutmaßte folgend über unseren Familienstand:

"Seid ihr verheiratet?"
"Nein, so weit sind wir noch nicht!" gab ich zurück.
Haben die Dösbacken natürlich nicht kapiert und wurden dann intimer:
"Ihr seid bestimmt geschieden und Euer Traum ist ein Reihenhaus mit Garten, der Hund und ein Kerl, der die Kohle anschleppt!"

Ne is klar. So sehen wir also aus, wie geschiedene Tussen, die in Hamburg auf der Suche nach finanzkräftigen Dorftrottel sind, die uns unser armseliges Leben finanzieren.
Mir hat dieser Satz bereits gereicht um die Idioten mit Missachtung zu strafen.
Ouzo kam - für die Dorfrebellen auch. Bevor die Lethargen aber ihr Glas erheben konnten, hatten wir uns schon die Kehle gewärmt. Angesäuert mokierten sie unseren Trinkstil. "Wenn ihr wie Mädchen trinkt....." war Katjas Kommentar.
Jetzt wollten sie uns so richtig zeigen, welchen Charme sie besitzen. Der schlimmste von allen - mit einem VODAFONE Shirt sagte zu Katja:

"Würden Sie für 500 Euro mit mir schlafen?" Sie schaut ihn nur verächtlich an und er sagt: "Schade, ich hätte das Geld gut gebrauchen können!"


Der Schenkelklopfer schlechthin. Ab dem Zeitpunkt habe ich überhaupt nicht mehr reagiert, auch nicht auf "Hallo, hallo". Sie tuschelten noch über den bevorstehenden Abend, immerhin so laut, dass wir den Eindruch bekommen mussten, die Hechte ziehen noch so richtig auf den Kiez und legen dort reihenweise (Nutten) Frauen flach.
"Ihr kommt aber auch nicht oft raus", so Katjas Kommentar.

Als die Ärsche endlich in Aufbruchsstimmung waren, versuchten sie noch über die Jungs vom Tisch nebenan zu spötteln, an dem einer seinen Jungesellenabschied feierte.
Klar, sie selbst waren verheirat, ackerten fürs Häuschen und Mutti ließ sie nur sonntags ran,wenn überhaupt .

Endlich waren sie weg und wir kamen mit dem Jungesellenabschiedsclub ins Gespräch. Das war noch ausgesprochen nett.

Die Jungs waren sehr nett, schwärmten in höchsten Tönen von ihren Frauen und unterhielten uns intelligent.

Keine Spur von Anmache oder Opa-Sprüchen.

„Geht ihr noch mit tanzen?“ Klar wir waren dabei und machten uns auf den Weg zum Bahnhof, um zum Kiez zu fahren.

Bei Burger und Bier haben sie es sich aber anders überlegt und wollten lieber noch ein Bierchen bei Olli trinken (und kiffen)

OK, wir sind dann also allein auf den Kiez gefahren und in Buddy´s Bar gelandet. Eigentlich ganz nett der Laden. Deutsche Hits (Moskau, wirf die Gläser an die Wand...) 80er Jahre Songs und jede Menge Menschen zwischen 16 und 25. Ich kam mir etwas alt und albern vor.

Das "Herzblut" war sonst immer ein netter Laden, mit gemischten Publikum. Also sind wir dorthin. Leider mit dem gleichen Ergebnis: Wir sind zu alt für diese Scheiße.

Der Taxifahrer hat uns gut nach Hause gebracht.
Gestern morgen hatte ich leichte Kopfschmerzen. Aber die Heimfahrt war ok, bis auf den Zwischenfall!
Ich war trotzdem todmüde - außerdem hat sich mein mobiler Freund dann heute morgen mal wieder überlegt, nicht anzuspringen.

Donnerstag, 13. September 2007

Der mobile Freund /die zweite

Gestern abend war er wieder gnädig gestimmt und sprang an. Ich habe die Chance sofort genutzt und ihn vollgetankt.
Heute morgen sprang er auch an. Wahrscheinlich die Zündkerzen. Ihr habt wohl recht.
Morgen kümmert Hasi sich drum, da bin ich total froh :-)

Und ich fahre entspannt nach Hamburg :-)

Ich freu mich schon...

Freitag, 7. September 2007

Quick ´n Dirty

Gestern beim Discounter.
Ein Mobiltelefon düdelt eine furchtbare Melodie und die Besitzer meldet sich:

Bin grad im Penny drinne!!
Watt willze?


Ich gehe weiter.
Das ist Alltag im Ruhrgebiet.

Donnerstag, 6. September 2007

In Würde altern

Schaue ich mir meine Eltern an, die ja schon fast 80 Jahre alt sind, sehe ich eine ganz andere Generation.
Die letzten Kriegsjahre haben Sie noch mitbekommen. Angst, Verluste und Hunger kennen sie. Das hat geprägt.

Die Wirtschaftswunderzeit ist ihnen ebenfalls zuteil geworden. Heute, schon längst berentet, ist es für sie immer noch ein Luxus, sich etwas zu gönnen.

Im Keller hortet meine Mama kiloweise eingekochtes Obst. Birnen, Pflaumen – alles was sie bekommen kann.

Gelees und Marmeladen in alles Variationen belagern die Regale. Mindestens 10 Liter H-Milch bevorratet sie, ganz zu schweigen von dem riesigen Eisschrank, in dem Gefriergut für nachfolgende Generationen schlummert.

Aber auf die Idee, sich krampfhaft jung halten zu wollen, kommt meine Mama nicht, ebenso wie andere Frauen ihres Alters. Sie sind wie sie sind und das ist doch auch wunderbar

Schaue ich mir heute die Generation 21 Jahrhundert an, sehe ich lauter junge Menschen mit schönen Tätowierungen (ich habe selbst eine kleine), vielen Piercings und coolen Klamotten. Es wird munter operiert, gespritzt und nachgeholfen. Denn wenn man erst einmal 20 ist, wird es Zeit sich für das Leben zu präparieren. Wie oft hört man junge Frauen über ihre Oberweite jammern und darüber, dass sie sich nichts sehnlicher wünschen als Silikon unter der Haut. Lange Haare müssen her, kein Problem. Extension täuscht Fülle vor. Fett absaugen – warum nicht? Solange man noch junge genug ist, alles kein Problem.

Jetzt stellen wir uns bitte mal die ganzen mittellosen Rentner vor, die überfüllte Altenheime belagern. Das sitzen sie also mit ihren mittlerweile verblassten Tribals, verdeckt von faltiger Haut oder überschürzendem Fett. Ausgedehnte Arschgeweihe, die peinlich von Anti-Dekubituswindeln überdeckt werden und Piercings die im Laufe der Jahrzehnte hässliche, große Löcher hinterlassen haben. Silicon verhärtet oder verrutscht. Aufgespritzte Lippen sinken in sich zusammen. Extension hinterlässt kahle Stellen und zuviel Färben ist ungesund. Kleidung die einfach unpassend ist und der krampfhafte Versuch partout für jünger gehalten zu werden erregen doch nur Mitleid.

Es gibt keine Vorratshaltung mehr, Rente sowieso nicht. Es wird sein wie früher. Die die am meisten reden, am besten schleimen und ihre Unfähigkeit hinter alten Geschichten und Titeln verbergen können – die werden als erste abgefüttert.

Auch wenn ich manchmal darüber nachdenke, ob ich nicht auch einmal Geld für ein Lifting zur Seite legen muss, mich entsetzt über neue Besenreiser ärgere oder über die nachlassende Elastizität der Haut beklage: Ich möchte mir meinen eigenen peinlichen Anblick im Alter ersparen.

Lass sie doch alle als Sondermüll irgendwo landen. Meine sterblichen Überreste sind auf jeden Fall menschlich.