Momentan ist das Wetter so, wie ich es als Kind empfunden habe. Schön warm, sonnig und blauer Himmel.
Sommer in meiner Kindheit, das war: Roter Klatschmohn und Blaue Kornblumen in Feldern. Überhaupt Felder - wir sind einfach durch Getreide gestreift und haben uns hineingelegt. Völlig unbesehen haben wir in den Himmel geschaut und Wolkenformationen betrachtet. Es gab immer wieder etwas Neues zu sehen.
Gesichter, Tiere, Monster - was immer die Vorstellungskraft hergab.
Sommer, das waren heftige Gewitter, überschwemmte Straßen und wir im Badeanzug mittendrin. Herrlich, warmer Regen. Wir schoben die Autos an, die auf der Straße im Wasser stecken blieben.
Sommer, das war Rollschuh laufen und auf der Straße spielen: Fischer, Fischer, wie hoch ist das Wasser, hinkeln und Gummitwist. Seifenblasen und Eis vom Eiswagen.
Sommer, das war Sunkist und natürlich Freibad.
Wir hatten eine Dauerkarte. Morgens wurde die Tasche gepackt, mit Sunkist und Broten, dann ging es ins Freibad.
Das war es früher ganz anders als heute.
Rosa Umkleidekabinen für Frauen, Blaue für Männer. Wir Kinder gingen in eine Sammelumkleidekabine.
Es gab ein "Springerbecken" - kurz Springer genannt. Das Wasser war sehr tief und sehr kalt.
Natürlich gab es ein Nichtschwimmerbecken und ein Schwimmerbecken. Ich konnte bereits als kleines Mädchen schwimmen.
Wir waren so lang im Wasser, bis die Lippen blau waren und wir zitternd zurück "zur Decke" kamen.
Sunkist war fantastisch. Meistens aber hatten wir eine Kanne voll mit "Tri-Top", sehr verdünnt.
Wenn uns wieder warm war, ging es ins Wasser. Meine Mutter hat mich immer ermahnt: "Geh raus, wenn die Lippen blau sind!"
Also haben wir Kinder uns immer gegenseitig gefragt: "Hab ich blaue Lippen?" "Nein!, ich?" "Nein"! So wurde weiter getobt.
So verginge endlos lange Sommerwochen. Freibad, das war Freiheit.
Natürlich gehörten Mutproben dazu.
"Traust Du Dich in den Springer?" fragten wir uns gegenseitig. Ja, ich traute mich. Weil ich mich immer traute.
"Lass uns Hand in Hand reinspringe, vom Beckenrand!" bat mich meine Freundin.
Ok, wir beiden kleinen Mädchen hielten uns an den Händen, nahmen Anlauf und wollten ins kalte Wasser springen.
Der Bruder meiner Freundin, stellte sich uns in den Weg. Sie bekam Angst, wollte nicht springen, aber ich hielt ihre Hand umklammert.
Mit dem Ergebnis, dass ich es nicht ganz schaffte ins Wasser zu springen (ich ließ ja auch nicht los) und mit dem Kinn auf den Betonbeckenrand aufknallte.
Ich tauchte unter und als ich wieder auftauchte, war ganz viel Blut im Wasser - mein Blut.
Einige Zahnstücken spuckte ich auch aus. Am Beckenrand ganz viele entsetzte Menschen, die mich aus dem Wasser zogen. Ich wusste nicht, was geschehen war. Das alles war mir furchtbar peinlich.
Ich blutete wie verrückt und alles drängelte sich um mich.
Meine ältere Schwester kam angelaufen und heulte wie ein Schloßhund, dabei war ich verletzt.
Ein Bademeister nahm mich mit in sein Bademeisterzimmer und sagte meiner Schwester, sie soll meine Sachen holen.
Die Menschentraube zog neugierig mit. Ich habe nicht geweint!
Dann sollte ich mich umziehen, das war mir furchtbar peinlich. Ich wollte mich nicht, vor fremden Menschen ausziehen und die Gaffer standen auch noch vor der Tür.
Meine Schwester heulte Rotz und Wasser und ich hörte nicht auf zu bluten.
Der Krankenwagen kam und ich musste ins Krankenhaus. Dort wurde der Riss geklammert und ich wurde nach Hause gefahren.
Mit dem Krankenwagen kam ich zuhause an, die gesamte Nachbarschaft stand auf der Straße.
Ich habe nicht geweint! Die Narbe habe ich heute noch.... Lang ist es her.
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Montag, 9. Juni 2008
Freitag, 25. April 2008
Geräusch des Tages..
Heute kam mir auf einmal das Geräusch und auch das Gefühl, hoch, wie es ist, wenn man Zigaretten aus dem Automaten zieht.
Erinnert Ihr Euch daran: Man zieht diese Klappe es kommt das Geräusch und dann liegen die Kippen in den Schublade.
Früher war noch ein 10 Pfennig Stück in der Cellophan-Hülle..
Seufz (obwohl ich gar nicht rauche)
Erinnert Ihr Euch daran: Man zieht diese Klappe es kommt das Geräusch und dann liegen die Kippen in den Schublade.
Früher war noch ein 10 Pfennig Stück in der Cellophan-Hülle..
Seufz (obwohl ich gar nicht rauche)
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Donnerstag, 10. April 2008
Hamsterunwesen
Elke hatte kürzlich ein schönes Hamsterblog.
Dazu habe ich eine Geschichte, die lange her ist.
Ein damaliger Kollege hat mich gebeten, während seines Urlaubs auf den Hamster seines Sohns aufzupassen.
Gut wie ich bin, habe ich das Tier in Empfang genommen. Der Kurze hatte ein Loch in die Seite des Käfigs geschnitten und allerlei Tunnel angebaut, damit der Hamster Abwechslung hatte.
Dieses Loch war mit einem Plastikteil verschlossen.
Ich habe brav jeden Tag Futter und Wasser gegeben, das Vieh lag ja in seinem komischen Häuschen in Holzspäne verpackt. Anfangs hörte ich ihn nachts rumkrakelen, aber tagsüber - oder morgens, hat er gepennt.
Das Futter war immer weg, das Wasser getrunken, also ging ich davon aus, das die Fettbacke selig schlummerte.
Nach ein paar Tagen kam mir das dann doch komisch vor und ich habe mal ins Häuschen geguckt: Kein Hamster da!
Panik - wo kann der sein? Ich habe überlegt, wann ich ihn zuletzt gesehen habe und das war ein paar Tage her.
Investigativ wie ich bin, habe ich mich auf Spurensuche begeben und fand Hamsterstreu auf meinem Teppich. Hinter den Möbeln fand ich auch Hamsterkacke! Also irgendwie musste der aus seinem Käfig gelangt sein.
Das Plastiktürchen stand einen winzigen Spalt auf, da muss er sich durchgequetscht haben.
Ein paar Tage vorher fiel mir auf, dass mein toller weißer Wollteppich an der Kante ausgefranst war, es fehlte einfach eine Reihe Wollfäden. Ich wunderte mich noch, dass ich das nie zuvor bemerkt hatte.
Lange Rede kurzer Sinn, ich durchsuchte die gesamte Wohnung und verfolgte die Spuren, die zur Nachtspeicherheizung führten, die ich damals hatte. Ich rüttelte und klopfte daran und siehe da: Chipmonk huschte hektisch hin und her, die Backen voller Futter! Na super. Er blieb aber hinter dem Nachspeicherofen, der ja unverrückbar in der Bude stand.
Mein damaliger Freund schraubte dann das vordere Lüftungsgitter ab - entgegen kamen uns die vollgepissten Wollfäden meines Teppichs. Schön zum Nest gebaut!
Super. Kollege Hamster wollte sich nicht einfangen lassen. Nebenbei hat er noch ein paar Starkstromkabel angeknabbert. Zum Glück war es im Sommer, sonst hätte die Lüftung ihn spätestens beim ersten Anstellen der Heizung geschreddert.
Irgendwann hab ich das Vieh herausgestochert.
Teppich kaputt, Kabel angefressen, Hamster dick und fett!
Tolle Kiste - ich war froh als der wieder weg war.
Die Kabel hat der Kollege repariert. Mit dem kaputten Teppich musste ich leben, gegen eine Schüssel voller Weingummis.
Geht mir weg mit Hamstern!
Dazu habe ich eine Geschichte, die lange her ist.
Ein damaliger Kollege hat mich gebeten, während seines Urlaubs auf den Hamster seines Sohns aufzupassen.
Gut wie ich bin, habe ich das Tier in Empfang genommen. Der Kurze hatte ein Loch in die Seite des Käfigs geschnitten und allerlei Tunnel angebaut, damit der Hamster Abwechslung hatte.
Dieses Loch war mit einem Plastikteil verschlossen.
Ich habe brav jeden Tag Futter und Wasser gegeben, das Vieh lag ja in seinem komischen Häuschen in Holzspäne verpackt. Anfangs hörte ich ihn nachts rumkrakelen, aber tagsüber - oder morgens, hat er gepennt.
Das Futter war immer weg, das Wasser getrunken, also ging ich davon aus, das die Fettbacke selig schlummerte.
Nach ein paar Tagen kam mir das dann doch komisch vor und ich habe mal ins Häuschen geguckt: Kein Hamster da!
Panik - wo kann der sein? Ich habe überlegt, wann ich ihn zuletzt gesehen habe und das war ein paar Tage her.
Investigativ wie ich bin, habe ich mich auf Spurensuche begeben und fand Hamsterstreu auf meinem Teppich. Hinter den Möbeln fand ich auch Hamsterkacke! Also irgendwie musste der aus seinem Käfig gelangt sein.
Das Plastiktürchen stand einen winzigen Spalt auf, da muss er sich durchgequetscht haben.
Ein paar Tage vorher fiel mir auf, dass mein toller weißer Wollteppich an der Kante ausgefranst war, es fehlte einfach eine Reihe Wollfäden. Ich wunderte mich noch, dass ich das nie zuvor bemerkt hatte.
Lange Rede kurzer Sinn, ich durchsuchte die gesamte Wohnung und verfolgte die Spuren, die zur Nachtspeicherheizung führten, die ich damals hatte. Ich rüttelte und klopfte daran und siehe da: Chipmonk huschte hektisch hin und her, die Backen voller Futter! Na super. Er blieb aber hinter dem Nachspeicherofen, der ja unverrückbar in der Bude stand.
Mein damaliger Freund schraubte dann das vordere Lüftungsgitter ab - entgegen kamen uns die vollgepissten Wollfäden meines Teppichs. Schön zum Nest gebaut!
Super. Kollege Hamster wollte sich nicht einfangen lassen. Nebenbei hat er noch ein paar Starkstromkabel angeknabbert. Zum Glück war es im Sommer, sonst hätte die Lüftung ihn spätestens beim ersten Anstellen der Heizung geschreddert.
Irgendwann hab ich das Vieh herausgestochert.
Teppich kaputt, Kabel angefressen, Hamster dick und fett!
Tolle Kiste - ich war froh als der wieder weg war.
Die Kabel hat der Kollege repariert. Mit dem kaputten Teppich musste ich leben, gegen eine Schüssel voller Weingummis.
Geht mir weg mit Hamstern!
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Montag, 7. Januar 2008
Bloggertreffen
Ihr wisst doch immer so viel. Ich habe vor vielen Jahren einen Film gesehen, ich glaube der Hauptdarsteller war Walter Matthau. Er spielte einen Kerl, dessen Tochter einen Zahnarzt (glaube ich) geheiratet hat.
Walter hatte in seiner Vergangenheit irgendwas mit Geheimdienst zu tun, die Familie weiß aber nichts davon.
Eines Tages gibt es einen Vorfall, in den er verwickelt ist und sein Schwiegersohn ebenfalls. Sehr skurill - aber wie heißt der Film???
Bloggertreffen - Gibt es im Westen, dazu mein Foto heute:
Walter hatte in seiner Vergangenheit irgendwas mit Geheimdienst zu tun, die Familie weiß aber nichts davon.
Eines Tages gibt es einen Vorfall, in den er verwickelt ist und sein Schwiegersohn ebenfalls. Sehr skurill - aber wie heißt der Film???
Bloggertreffen - Gibt es im Westen, dazu mein Foto heute:
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Mittwoch, 2. Januar 2008
Es ist verhext!
Manchmal will auch nichts gelingen. Mein Bilderprojekt z.B. Gestern habe ich mit der fiesen Pussy-Kamera ein Foto gemacht. Irgendwie muckt das Ding schon die ganze ZEit, keine Ahnung warum.
Angucken konnte ich mir das Foto auch irgendwie nicht. Nun gut. Dann habe ich die Fotos versuchst herunterzuladen. Keine Chance - Software wurde nicht erkannt.
Jetzt heißt es suchen und finden. Neue Software installiert, hat furchtbar lange gedauert. Keine Fotos drauf! Nicht das von gestern und das von heute auch nicht. Nur zwei Rabenschwarze Fotos.
Toll, mal gut, dass ich mit der analogen Kamera ein Foto gemacht habe. Muss dann eben noch warten.
Dann eben heute mit dem Mobilphone einen Schnappschuss gemacht. Schnell runterladen.
Fehlanzeige - kann wieder nicht erkannt werden. Also, auch hier neu installieren. Manno. Dabei habe ich mich auf einen faulen Sofa-Abend gefreut.
Hier ist das Ergebnis: Ein Foto von meinem Hund.. Für Louffi, die das sehen wollte. Am 2.1.08 gemacht.
Hochladen hat erst nicht geklappt! Ich musste die Dateiendung in groß JPG definieren.
Was ist nur los??
Ja, laufen war ich auch, nach 3 KM war ich fix und alle. Wie habe ich jemals 21 KM geschafft?
ARGH - das muss alles anders werden.
Angucken konnte ich mir das Foto auch irgendwie nicht. Nun gut. Dann habe ich die Fotos versuchst herunterzuladen. Keine Chance - Software wurde nicht erkannt.
Jetzt heißt es suchen und finden. Neue Software installiert, hat furchtbar lange gedauert. Keine Fotos drauf! Nicht das von gestern und das von heute auch nicht. Nur zwei Rabenschwarze Fotos.
Toll, mal gut, dass ich mit der analogen Kamera ein Foto gemacht habe. Muss dann eben noch warten.
Dann eben heute mit dem Mobilphone einen Schnappschuss gemacht. Schnell runterladen.
Fehlanzeige - kann wieder nicht erkannt werden. Also, auch hier neu installieren. Manno. Dabei habe ich mich auf einen faulen Sofa-Abend gefreut.
Hier ist das Ergebnis: Ein Foto von meinem Hund.. Für Louffi, die das sehen wollte. Am 2.1.08 gemacht.
Hochladen hat erst nicht geklappt! Ich musste die Dateiendung in groß JPG definieren.
Was ist nur los??
Ja, laufen war ich auch, nach 3 KM war ich fix und alle. Wie habe ich jemals 21 KM geschafft?
ARGH - das muss alles anders werden.
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Sonntag, 23. Dezember 2007
QUADROPHENIA
Habe mir gestern die DVD gekauft und gerade geht hier "My Generation" ab. Megageiler Film - ich doofe Kuh habe die LP mit dem tollen Bootleg verkauft. Ich könnte mich beißen.
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Dienstag, 11. Dezember 2007
Led Zeppelin
Gestern war es wohl soweit, Led Zeppelin feierten ihre Bühnenrückkehr. Ich bin ja eigentlich nicht dafür, wenn Geronten sich nach jahrelanger Abstinenz wieder auf die Bühnen wagen.
Bei Led Zeppelin sieht es anders aus.
Ich würde Robert Plant und seine Mitspieler gerne einmal wieder live sehen. Seit dem Tod von John Bonham, haben Sie ja Ihre gemeinsame Karriere beendet.
Von Jimmy Page und Robert Plant hat man ja noch das eine oder andere gehört.
Beim gestrigen Konzert in London, haben sie es wohl ordentlich krachen lassen. An den Drums war kein geringerer als der Bonham-Sohn Jason Bonham.
Es wurden ca. 20000 Karten zum Preis von 125 Pfund verkauft und zwar über ein Verlosungsverfahren. Fast 20 Mio.!! Fans hatten sich im Internet beworben.
WOW sag ich da nur.
Mein einziges Konzert mit Led Zeppelin habe ich 1980 - vor dem Tod von John Bonham in Dortmund in der Westfalenhalle gesehen.
Um 20 Uhr begann das Konzert.
Um 14 Uhr stand ich mit 2 Freundinnen vor der Halle. Blutjung und total aufgeregt waren wir. Wir hatten nur ein Ziel: Ganz nach vorne an die Bühne. Schließlich gab eine Riesenleinwände, die unsere Helden ganz nah zeigten.
Als die Pforten geöffnet wurden, gab es nur eine Richtung: Nach vorn. So schnell wir konnten, sind wir gerannt und haben unser Ziel erreicht.

Ganz nahe an der Bühne haben wir gestanden.
Als das Konzert begann, dachte ich, ich falle in Ohnmacht. Da stand Robert Plant - im grünen Shirt und die Welt war ok für mich. Ich war rundherum glücklich.
Songs wie "In the evening" und "All my love" haben mich regelrecht dahin schmelzen lassen.
Im Laufe der Zeit kannte man die Menschen, die ebenfalls vorne standen.
Es war eine gegenseitige Rücksichtnahme. Kein Gedrängel, kein Geschubse. Nichts.
Und dann endlich: Stairway to Heaven. Ich war mental drauf vorbereitet. Auf einmal kämpft sich eine OLLE nach vorn. Mit einer fiesen Brille und kurzen blonden Haaren. Emanzentyp!
Brutal wollte sie mich von meinem Platz vertreiben. Ich war stinkensauer, habe mit ihr gekämpft und ihr eine geknallt! Jawoll!
Es gab noch echte Solidarität - die Leute die mit mir stundenlang ausgeharrt hatten, griffen sich das Miststück und schoben sie wieder zurück. Sie hatte keine Chance, die Mauer zu durchbrechen.
Ich werde nie ihre erhobene Faust vergessen, die sie mir noch böswillig zeigte.
Ja, falls ich die Chance habe, einem Comeback-Konzert beiwohnen zu können, werde ich es tun!!
Bei Led Zeppelin sieht es anders aus.
Ich würde Robert Plant und seine Mitspieler gerne einmal wieder live sehen. Seit dem Tod von John Bonham, haben Sie ja Ihre gemeinsame Karriere beendet.
Von Jimmy Page und Robert Plant hat man ja noch das eine oder andere gehört.
Beim gestrigen Konzert in London, haben sie es wohl ordentlich krachen lassen. An den Drums war kein geringerer als der Bonham-Sohn Jason Bonham.
Es wurden ca. 20000 Karten zum Preis von 125 Pfund verkauft und zwar über ein Verlosungsverfahren. Fast 20 Mio.!! Fans hatten sich im Internet beworben.
WOW sag ich da nur.
Mein einziges Konzert mit Led Zeppelin habe ich 1980 - vor dem Tod von John Bonham in Dortmund in der Westfalenhalle gesehen.
Um 20 Uhr begann das Konzert.
Um 14 Uhr stand ich mit 2 Freundinnen vor der Halle. Blutjung und total aufgeregt waren wir. Wir hatten nur ein Ziel: Ganz nach vorne an die Bühne. Schließlich gab eine Riesenleinwände, die unsere Helden ganz nah zeigten.
Als die Pforten geöffnet wurden, gab es nur eine Richtung: Nach vorn. So schnell wir konnten, sind wir gerannt und haben unser Ziel erreicht.

Ganz nahe an der Bühne haben wir gestanden.
Als das Konzert begann, dachte ich, ich falle in Ohnmacht. Da stand Robert Plant - im grünen Shirt und die Welt war ok für mich. Ich war rundherum glücklich.
Songs wie "In the evening" und "All my love" haben mich regelrecht dahin schmelzen lassen.
Im Laufe der Zeit kannte man die Menschen, die ebenfalls vorne standen.
Es war eine gegenseitige Rücksichtnahme. Kein Gedrängel, kein Geschubse. Nichts.
Und dann endlich: Stairway to Heaven. Ich war mental drauf vorbereitet. Auf einmal kämpft sich eine OLLE nach vorn. Mit einer fiesen Brille und kurzen blonden Haaren. Emanzentyp!
Brutal wollte sie mich von meinem Platz vertreiben. Ich war stinkensauer, habe mit ihr gekämpft und ihr eine geknallt! Jawoll!
Es gab noch echte Solidarität - die Leute die mit mir stundenlang ausgeharrt hatten, griffen sich das Miststück und schoben sie wieder zurück. Sie hatte keine Chance, die Mauer zu durchbrechen.
Ich werde nie ihre erhobene Faust vergessen, die sie mir noch böswillig zeigte.
Ja, falls ich die Chance habe, einem Comeback-Konzert beiwohnen zu können, werde ich es tun!!
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Freitag, 9. November 2007
9. November, Teppichfransen und MICRA
Ja, ja heute vor 18 Jahren fiel die Mauer. Ich erinnere mich, als wäre es gestern. Saß auf meinem Billigsofa und haben mit einem Kollegen telefoniert, mit dem ich dann kurz drauf zusammen war. Lang ist es her.
Damals habe ich mich ja noch gefreut. Ich wohnte ja weit weg, westlicher gings fast nicht mehr. Bis dann die ersten Trabbis bei uns die Luft verpesteten, dauerte es eine Weile. Wir haben freundlich gewunken.
Die armen Mitbewohner in den grenznahen Gebieten und Berlin haben jedenfalls die Krise bekommen.
Ich war damals bei einem Bewerbungstest für die EU, da waren auch zwei Mädels aus Berlin, die völlig genervt waren von Rennpappen und Nylonnetzen.
Egal. Heute 18 Jahre später jammern immer noch einige. Crooky hat es wunderbar beschrieben, genau meine Meinung.
Mußtet Ihr früher auch immer die Fransen der elterlichen Teppiche kämmen? Irgendwie waren alle dazu verdonnert.
Was sollte das? Und wehe man brachte das wieder durcheinander.. ÄTZEND! Ich hoffe, Kinder werden heutzutage nicht mehr damit gequält.
Ach ja, mein AUTO ist immer noch in der Werkstatt - seit fast 2 Wochen. Jetzt haben die ja erkannt, dass der Verteiler kaputt ist, der 150 euro kosten sollte. OK, damit hatte ich mich abgefunden.
Gestern rief mich der Kerl an und sagte, leider der falsche, der richtige kostet 385 EURO! Das ist ein MICRA! Jetzt versucht er einen gebrauchten aufzutreiben.
Ist doch alles nicht wahr!!!!!
Damals habe ich mich ja noch gefreut. Ich wohnte ja weit weg, westlicher gings fast nicht mehr. Bis dann die ersten Trabbis bei uns die Luft verpesteten, dauerte es eine Weile. Wir haben freundlich gewunken.
Die armen Mitbewohner in den grenznahen Gebieten und Berlin haben jedenfalls die Krise bekommen.
Ich war damals bei einem Bewerbungstest für die EU, da waren auch zwei Mädels aus Berlin, die völlig genervt waren von Rennpappen und Nylonnetzen.
Egal. Heute 18 Jahre später jammern immer noch einige. Crooky hat es wunderbar beschrieben, genau meine Meinung.
Mußtet Ihr früher auch immer die Fransen der elterlichen Teppiche kämmen? Irgendwie waren alle dazu verdonnert.
Was sollte das? Und wehe man brachte das wieder durcheinander.. ÄTZEND! Ich hoffe, Kinder werden heutzutage nicht mehr damit gequält.
Ach ja, mein AUTO ist immer noch in der Werkstatt - seit fast 2 Wochen. Jetzt haben die ja erkannt, dass der Verteiler kaputt ist, der 150 euro kosten sollte. OK, damit hatte ich mich abgefunden.
Gestern rief mich der Kerl an und sagte, leider der falsche, der richtige kostet 385 EURO! Das ist ein MICRA! Jetzt versucht er einen gebrauchten aufzutreiben.
Ist doch alles nicht wahr!!!!!
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Dienstag, 16. Oktober 2007
Damals
Da wo ich herkomme, gab es für Jugendliche kaum Möglichkeiten zur sinnvollen Freizeitgestaltung.
Also hingen wir an einem See herum, spazierten auf und ab und trafen uns heimlich zum Rauchen am Sportplatz.
Ein Kaff weiter, das viel kleiner war als unsere Stadt (wo auch Claudia Schiffer herkommt), gab es allerdings eine coole Kneipe mit Discoanbau, wie das früher üblich war.
Aus dem ganzen Ruhrgebiet kamen die Menschen um sich hier zu vergnügen. Es hieß, die heimische Drogenszene wäre der Anziehungspunkt.
Ich sollte natürlich nicht in diesen "Haschschuppen" wie meine Mutter das gerne nannte.
Selbstverständlich hielten mich ihre Ermahnungen in keinster Weise davon ab, im Gegenteil. So bin ich gerne mit dem Rad zum Stadtrand gefahren, habe es hinter der damaligen Molkerei versteckt und habe mich cool an die Straße gestellt.
Wie viele andere Tramper auch. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir geschworen, jeden Tramper mitzunehmen, wenn ich einmal ein Auto besitze.
Es fuhr auch ein Bus, aber das Geld war knapp und trampen verboten, also aufregend.
Es war eine ganz normale Kneipe, man kam rein, es gab links neben der Theke einen Stammtisch, vor der Theke Barhocker und im Raum standen dunkle Tische und Stühle.
"Men" Baaken und seine Frau führten die Kneipe, sie waren damals schätzungsweise um die 60? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht waren sie 40. Für uns jedenfalls alt.
"Men" war irgendwie uralt, ein richtiger Kneipenwirt. Er hatte ein Schild hinter der Theke darauf stand: "Schum zappe, Geld schrappe, doppelt anschriewen, so kannste Wirt blieven." (oder so ähnlich!)
Die Frikadellen, die in der Kneipe verkauft wurden, waren steinhart, schmeckten aber unvergleichlich.
Um in die "Disco" zu gelangen, musste man durch einen Hinterhof in den Anbau. Das kostete Eintritt und war erst ab 16 erlaubt. Es hat aber nie jemand kontrolliert.
Die "Disco" bestand damals aus einem Raum, mit Tischen an der Wand, einem DJ mit Plattenspieler und "Tanzfläche".
Die marihuaneske Stimmung wurde durch die mohnroten Wände untermalt. An den Wänden befanden sich fluoreszenzierende Poster von Joint-rauchenden Frauen.
Die Musik war selbstverständlich im gleichen Stil.
Jimi Hendrix, Deep Purple, Frank Zappa und Eric Clapton - so etwas wurde gespielt. Und alle bewegten sich lasziv langsam in dem abgedunkelten Raum. Nur die schneeweiße Jointspitze schien zu reflektieren.
Später dann, wurde der Raum mit "Roth-Händle-Tapete" ausgekleidet.
Für mich war das immer aufregend. Es gab eine Hintertür, an der ich mich unter 16 gern aufhielt, falls es mal wieder zu einer Razzia kam.
Ich wurde nie erwischt.
Eigentlich wurde auch in der Disco nie gekifft! Das war ein Gentleman-Agreement mit den Besitzern. Schließlich war es weit und breit der einzige Laden, in dem man seine Wochenenden verbringen konnte. Was draußen im Park geschah, war etwas ganz anderes.
Ich selbst bin einige Jahre später nur wenige Häuser weiter gezogen und habe mich gefreut, in der Nähe meiner Stammlocation zu wohnen.
Irgendwann wurde aus dem Hort unserer Jugend eine Spielhalle. Die Kneipe wurde modernisiert und war kühl und langweilig.
Wenn ich an die Zeit zurück denke, wird mir ganz warm ums Herz. Das waren richtig schöne Zeit. Immer viel los, gute Musik, Kola-Corn aus Plastikbechern für 1 Mark und Frikadellen schwer wie Golfbälle.
Getrunken wurde nur ALT - Pils, Pils mit Knoblauchgeschmack oder Mädchenbier gab es noch nicht.
Seufz...
Also hingen wir an einem See herum, spazierten auf und ab und trafen uns heimlich zum Rauchen am Sportplatz.
Ein Kaff weiter, das viel kleiner war als unsere Stadt (wo auch Claudia Schiffer herkommt), gab es allerdings eine coole Kneipe mit Discoanbau, wie das früher üblich war.
Aus dem ganzen Ruhrgebiet kamen die Menschen um sich hier zu vergnügen. Es hieß, die heimische Drogenszene wäre der Anziehungspunkt.
Ich sollte natürlich nicht in diesen "Haschschuppen" wie meine Mutter das gerne nannte.
Selbstverständlich hielten mich ihre Ermahnungen in keinster Weise davon ab, im Gegenteil. So bin ich gerne mit dem Rad zum Stadtrand gefahren, habe es hinter der damaligen Molkerei versteckt und habe mich cool an die Straße gestellt.
Wie viele andere Tramper auch. Zu dem Zeitpunkt habe ich mir geschworen, jeden Tramper mitzunehmen, wenn ich einmal ein Auto besitze.
Es fuhr auch ein Bus, aber das Geld war knapp und trampen verboten, also aufregend.
Es war eine ganz normale Kneipe, man kam rein, es gab links neben der Theke einen Stammtisch, vor der Theke Barhocker und im Raum standen dunkle Tische und Stühle.
"Men" Baaken und seine Frau führten die Kneipe, sie waren damals schätzungsweise um die 60? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht waren sie 40. Für uns jedenfalls alt.
"Men" war irgendwie uralt, ein richtiger Kneipenwirt. Er hatte ein Schild hinter der Theke darauf stand: "Schum zappe, Geld schrappe, doppelt anschriewen, so kannste Wirt blieven." (oder so ähnlich!)
Die Frikadellen, die in der Kneipe verkauft wurden, waren steinhart, schmeckten aber unvergleichlich.
Um in die "Disco" zu gelangen, musste man durch einen Hinterhof in den Anbau. Das kostete Eintritt und war erst ab 16 erlaubt. Es hat aber nie jemand kontrolliert.
Die "Disco" bestand damals aus einem Raum, mit Tischen an der Wand, einem DJ mit Plattenspieler und "Tanzfläche".
Die marihuaneske Stimmung wurde durch die mohnroten Wände untermalt. An den Wänden befanden sich fluoreszenzierende Poster von Joint-rauchenden Frauen.
Die Musik war selbstverständlich im gleichen Stil.
Jimi Hendrix, Deep Purple, Frank Zappa und Eric Clapton - so etwas wurde gespielt. Und alle bewegten sich lasziv langsam in dem abgedunkelten Raum. Nur die schneeweiße Jointspitze schien zu reflektieren.
Später dann, wurde der Raum mit "Roth-Händle-Tapete" ausgekleidet.
Für mich war das immer aufregend. Es gab eine Hintertür, an der ich mich unter 16 gern aufhielt, falls es mal wieder zu einer Razzia kam.
Ich wurde nie erwischt.
Eigentlich wurde auch in der Disco nie gekifft! Das war ein Gentleman-Agreement mit den Besitzern. Schließlich war es weit und breit der einzige Laden, in dem man seine Wochenenden verbringen konnte. Was draußen im Park geschah, war etwas ganz anderes.
Ich selbst bin einige Jahre später nur wenige Häuser weiter gezogen und habe mich gefreut, in der Nähe meiner Stammlocation zu wohnen.
Irgendwann wurde aus dem Hort unserer Jugend eine Spielhalle. Die Kneipe wurde modernisiert und war kühl und langweilig.
Wenn ich an die Zeit zurück denke, wird mir ganz warm ums Herz. Das waren richtig schöne Zeit. Immer viel los, gute Musik, Kola-Corn aus Plastikbechern für 1 Mark und Frikadellen schwer wie Golfbälle.
Getrunken wurde nur ALT - Pils, Pils mit Knoblauchgeschmack oder Mädchenbier gab es noch nicht.
Seufz...
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Freitag, 31. August 2007
Fürsorge inklusive
Es ist viele Jahre her, als ich mit meinem damaligen Freund und späteren Mann, eine Reise nach Neuseeland unternahm. 6 Wochen sollten wir in dem herrlichen Land verbringen.
Ein Freund von ihm war ebenfalls mit von der Partie.
Freunde meines Ex lebten bereits seit vielen Jahren in NZ. Wir hatten das große Glück, dass uns die netten Menschen ein Appartement in Taurange besorgt haben. Wir hatten eine Wohnküche, ein Schlafzimmer und ein Bad!Außerdem durften wir die Waschmaschine der Vermieter die "Gentle Annie" benutzen.
Das ganze für 50 NZDollar in der Woche - für uns 3! Das waren ca. 50 Mark damals. Also, ein Schnäppchen.
Gunnar, einer der Freunde hat uns einen alten Ford Cortina geliehen. Wir mussten lediglich die Steuern zahlen und hatten dafür ein Auto für 6 Wochen.
Jetzt muss ich dazu sagen, dass der Ex-Kerl und sein Kumpel beides Krankenpfleger waren. Das sagt jetzt erst einmal nichts aus, ich meine aber damit, dass sie autotechnisch nicht so auf der Höhe waren.
Wir fuhren also eines Abends mit dem Ford die Straße entlang. Plötzlich geriet Patti, der Kumpel, in Panik. "Die Anzeige geht auf rot."
"Welche Anzeige?" habe ich gefragt. "Temperatur" sagte er und bremste panisch ab.
"Kocht der Kühler? Ich sehe nichts!" hab ich gefragt.
Natürlich keine Ahnung. Ich habe ihn aufgefordert die Motorhaube zu öffnen was er auch nicht konnte. Gut, dass man ne Frau dabei hat.
"Ich seh nix, ich denke die Anzeige ist einfach defekt, lass uns weiter fahren!" hab ich gesagt.
"NEIN, wenn was an dem Wagen ist und Gunnar hat gesagt, wir müssen dann sofort anhalten!" Palaver, palaver.
Die beiden Male-Nurses kamen also auf die glorreiche Idee, Gunnar anzurufen. Das war 1995 und es gab keine Mobiltelefone zu der Zeit.
Und was machen die beiden: Lassen mich im Auto sitzen und stiefeln zusammen davon "Telefon suchen!"
Ich sitze also allein im Auto in der Pampa, stockdunkel draussen.
Auf einmal klopfte es an die Scheibe und ein Maori schaute durchs Fenster. Ich habe mich sowas von erschreckt sage ich Euch.
Ich habe dann vorsichtig die Schreibe heruntergekurbelt und unauffällig das Knöpfchen runtergedrückt. Er wollte wissen, ob ich ein Problem hätte und ob er helfen könne.
Ich habe ihn dann beschwichtigt, dass alles in Ordnung sei und Hilfe auf dem Weg ist,die müssten jeden Moment hier sein.
Er zog wieder ab, doch irgendwie überkam mich die kalte Wut auf die beiden. Als sie endlich wieder da waren, war ich stinksauer und habe erste einmal gefragt, was den beiden einfällt, mich allein in der Dunkelheit sitzen zu lassen.
"Soll einer von uns allein im Dunklen herumirren?" war die Antwort.
Ne, is klar, da kann besser die Olle allein sitzen.
Gunnar hat mich jedenfalls bestätigt, solange der Wagen nicht kocht, gibt es keinen Grund zur Panik. Die Anzeige war einfach nicht so ganz in Ordnung und ist dann und wann schon mal augeflippt.
Es war trotzdem ein wunderschöner Urlaub
Ein Freund von ihm war ebenfalls mit von der Partie.
Freunde meines Ex lebten bereits seit vielen Jahren in NZ. Wir hatten das große Glück, dass uns die netten Menschen ein Appartement in Taurange besorgt haben. Wir hatten eine Wohnküche, ein Schlafzimmer und ein Bad!Außerdem durften wir die Waschmaschine der Vermieter die "Gentle Annie" benutzen.
Das ganze für 50 NZDollar in der Woche - für uns 3! Das waren ca. 50 Mark damals. Also, ein Schnäppchen.
Gunnar, einer der Freunde hat uns einen alten Ford Cortina geliehen. Wir mussten lediglich die Steuern zahlen und hatten dafür ein Auto für 6 Wochen.
Jetzt muss ich dazu sagen, dass der Ex-Kerl und sein Kumpel beides Krankenpfleger waren. Das sagt jetzt erst einmal nichts aus, ich meine aber damit, dass sie autotechnisch nicht so auf der Höhe waren.
Wir fuhren also eines Abends mit dem Ford die Straße entlang. Plötzlich geriet Patti, der Kumpel, in Panik. "Die Anzeige geht auf rot."
"Welche Anzeige?" habe ich gefragt. "Temperatur" sagte er und bremste panisch ab.
"Kocht der Kühler? Ich sehe nichts!" hab ich gefragt.
Natürlich keine Ahnung. Ich habe ihn aufgefordert die Motorhaube zu öffnen was er auch nicht konnte. Gut, dass man ne Frau dabei hat.
"Ich seh nix, ich denke die Anzeige ist einfach defekt, lass uns weiter fahren!" hab ich gesagt.
"NEIN, wenn was an dem Wagen ist und Gunnar hat gesagt, wir müssen dann sofort anhalten!" Palaver, palaver.
Die beiden Male-Nurses kamen also auf die glorreiche Idee, Gunnar anzurufen. Das war 1995 und es gab keine Mobiltelefone zu der Zeit.
Und was machen die beiden: Lassen mich im Auto sitzen und stiefeln zusammen davon "Telefon suchen!"
Ich sitze also allein im Auto in der Pampa, stockdunkel draussen.
Auf einmal klopfte es an die Scheibe und ein Maori schaute durchs Fenster. Ich habe mich sowas von erschreckt sage ich Euch.
Ich habe dann vorsichtig die Schreibe heruntergekurbelt und unauffällig das Knöpfchen runtergedrückt. Er wollte wissen, ob ich ein Problem hätte und ob er helfen könne.
Ich habe ihn dann beschwichtigt, dass alles in Ordnung sei und Hilfe auf dem Weg ist,die müssten jeden Moment hier sein.
Er zog wieder ab, doch irgendwie überkam mich die kalte Wut auf die beiden. Als sie endlich wieder da waren, war ich stinksauer und habe erste einmal gefragt, was den beiden einfällt, mich allein in der Dunkelheit sitzen zu lassen.
"Soll einer von uns allein im Dunklen herumirren?" war die Antwort.
Ne, is klar, da kann besser die Olle allein sitzen.
Gunnar hat mich jedenfalls bestätigt, solange der Wagen nicht kocht, gibt es keinen Grund zur Panik. Die Anzeige war einfach nicht so ganz in Ordnung und ist dann und wann schon mal augeflippt.
Es war trotzdem ein wunderschöner Urlaub
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Peter Gabriel und Kate Bush -
Mir kommen immer noch die Tränen bei diesem Song....
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Montag, 27. August 2007
Stöckchen
Ein schönes Stöckchen, hab ich bei Barbarella gefunden.
1. Vor 1 Jahr?
Vor einem Jahr habe ich erfahren, dass es hier in der Firma Veränderungen gibt und ich wusste nicht was wird, ob ich mich freuen soll oder nicht.Vor einem Jahr habe ich beschlossen, den Halbmarathon zu bewältigen
2. Vor 5 Jahren?
2002 - das traurigste Jahr in meinem Leben. Ich habe das Allerliebste verloren, was ich hatte. Meinen Hund - auf die tragischste Art und Weise.Ich dachte, ich werde das nie überleben.
Zu allem Unglück habe ich noch Arschloch kennengelernt, der mir in dieser schlimmen Phase so richtig zugesetzt hat.
Das schönste in dem Jahr war der Urlaub in Schottland..
3. Vor 10 Jahren?
1997 - Ich habe mich von meinem Mann getrennt und bin zurück ins Ruhrgebiet gekommen. Ich hatte einen Job beim Lokalradio. Es hat nicht lange gedauert, bis ich mich berappelt hatte. Bereut habe ich es nicht..
4. Vor 15 Jahren?
1992! Ich habe mich von meinem damaligen Freund getrennt und bin nach Düsseldorf gezogen.Im gleichen Jahr habe ich im Urlaub auf Cuba meinen späteren Ehemann kennen gelernt. Und ich war auf Anhieb in ihn verliebt.
5. Weisst Du noch etwas über Deine Kindheit? Wenn ja, was?
Alles. Das hier aufzuschreiben, würde den Rahmen sprengen.Wer will soll nehmen
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Mittwoch, 22. August 2007
Lehrjahre sind keine Herrenjahre (4)
Ab in die Disco und wieder bis zum Abwinken da geblieben. Elfriede war unglücklich. Mönch konnte es nicht fassen und wir waren amüsiert.
Ich weiß nicht, wann wir wieder im Hotel waren. Irgendwann standen Elkes Eltern vor der Tür und forderten uns auf, endlich aufzustehen.
Ich wankte zur Tür und versprach, dass wir gleich aufstehen und kommen werden.
Mir fiel es noch relativ leicht mich anzuziehen und meine Sachen zu packen. Elke wollte nicht aufstehen, da half auch kein gutes Zureden. Sie blieb im Bett und ich wusste nicht,was ich machen sollte.
Ihre Eltern standen dann auch wieder vor der Tür. Der Vater zerrte sie aus dem Bett. Sie kroch wieder hinein. Er drohte ihr, sie drehte sich einfach um.
Dann hat er sie mit einer kräftigen Ohrfeige aus dem Bett befördert. Wie peinlich.
Wir sassen bereits im Bus, als Elke von den Eltern gezerrt, herauskam.
Elfriede war ganz verlegen. Alle waren still. Keiner sang: "Eisgekühlte CocaCola.."
Am Flughafen lehnten wir Elke gegen einen Pfeiler. Sie rutschte prompt herunter und schlief auf der Stelle ein. Ich weiss nicht mehr, wie wir sie in den Flieger befördert haben.
Während des gesamten FLuges hörte ich: "Is this Love" von Bob Marley. Ich habe es jedenfalls gedacht. Uschi hörte völlig andere Musik.
Nach dem Wochenende war ich fix und fertig.
Eines Morgens kam ich ins Büro und es herrschte helle Aufregung. Züge und Mönch rannten wie die aufgescheuchten Hühner herum und faselten etwas von Einbruch.
Ich muss dazu sagen, dass Mönch im Bürogebäude wohnte. Ein Teil in der ersten Etage war seine Wohnung.
Züge wohnte ein paar Straßen weiter. Die beiden hatten einen Hund, einen Collie - Lasse.
Lasse war ein Weichei, ein Hund der morgens Marmeladenschnittchen frass und nur faul in der Gegend herumlag. Manchmal packte ihn die Abenteuerlust und er lief einfach weg.
Er wurde aber immer wieder aufgegriffen.
Das Gebäude stand einsam in der Gegend herum und wurde nur von Firma Züge genutzt, es gab also keine Nachbarn.
Es fand also ein Einbruch statt. Ich weiss gar nicht mehr, was geklaut wurde. Das witzige war allerdings, dass die Täter Züge und Mönch in der betriebseigenen Wohnung von Mönch eingeschlossen haben.
Lasse hat friedlich geschnarcht und nichts gehört.
Die Polizei fragte, warum die beiden Männer zusammen in der Wohnung waren, wo doch nur einer hier offiziell wohnte. "Jahresabschlussarbeiten", ne is klar. Die Bullen fanden das wohl auch witzig.
Wir am Niederrhein feiern gern Karneval. Also gab es eine interne Karnevalsfeier. Alle sollten sich kostümieren und es wurde in der Werkstatt gefeiert.
Löckchen lief im Fußballtrikot auf, das weiß ich noch. Nach reichlich Appelkorn eskalierte es.
Mönch lief hinter Löckchen her und zog im die Fußballerbuxe herunter. Horst machte sich über Uschi her, legte sie über den Schreibtisch und hielt ihre Hände fest (was ihr aber nicht gefiel).
Ich tanzte mit Frank und fand ihn toll..
Irgendwann standen die Grünbefrackten vor der Tür.
Sie wussten ja nicht, dass wir nur feierten, waren einfach nur aufmerksam und wunderten sich über die beleuchtete Werkstatt.
Kurzerhand wurden die Bullen eingeladen, mitzufeiern. Inzwischen tanzten Züge und Frank miteinander - und ich meine, sie tanzten MITEINANDER.
Einer der Bullen fragte mich dann, warum hier Männer miteinander tanzten. Was sollte ich sagen, was er nicht schon wusste...
Das waren so die Highlights der Ausbildung. Als ich nach 2 Jahren damit fertig war, habe ich gekündigt, obwohl die mich übernehmen wollten. Ich glaube, das war eine gute Entscheidung.
Ich weiß nicht, wann wir wieder im Hotel waren. Irgendwann standen Elkes Eltern vor der Tür und forderten uns auf, endlich aufzustehen.
Ich wankte zur Tür und versprach, dass wir gleich aufstehen und kommen werden.
Mir fiel es noch relativ leicht mich anzuziehen und meine Sachen zu packen. Elke wollte nicht aufstehen, da half auch kein gutes Zureden. Sie blieb im Bett und ich wusste nicht,was ich machen sollte.
Ihre Eltern standen dann auch wieder vor der Tür. Der Vater zerrte sie aus dem Bett. Sie kroch wieder hinein. Er drohte ihr, sie drehte sich einfach um.
Dann hat er sie mit einer kräftigen Ohrfeige aus dem Bett befördert. Wie peinlich.
Wir sassen bereits im Bus, als Elke von den Eltern gezerrt, herauskam.
Elfriede war ganz verlegen. Alle waren still. Keiner sang: "Eisgekühlte CocaCola.."
Am Flughafen lehnten wir Elke gegen einen Pfeiler. Sie rutschte prompt herunter und schlief auf der Stelle ein. Ich weiss nicht mehr, wie wir sie in den Flieger befördert haben.
Während des gesamten FLuges hörte ich: "Is this Love" von Bob Marley. Ich habe es jedenfalls gedacht. Uschi hörte völlig andere Musik.
Nach dem Wochenende war ich fix und fertig.
Eines Morgens kam ich ins Büro und es herrschte helle Aufregung. Züge und Mönch rannten wie die aufgescheuchten Hühner herum und faselten etwas von Einbruch.
Ich muss dazu sagen, dass Mönch im Bürogebäude wohnte. Ein Teil in der ersten Etage war seine Wohnung.
Züge wohnte ein paar Straßen weiter. Die beiden hatten einen Hund, einen Collie - Lasse.
Lasse war ein Weichei, ein Hund der morgens Marmeladenschnittchen frass und nur faul in der Gegend herumlag. Manchmal packte ihn die Abenteuerlust und er lief einfach weg.
Er wurde aber immer wieder aufgegriffen.
Das Gebäude stand einsam in der Gegend herum und wurde nur von Firma Züge genutzt, es gab also keine Nachbarn.
Es fand also ein Einbruch statt. Ich weiss gar nicht mehr, was geklaut wurde. Das witzige war allerdings, dass die Täter Züge und Mönch in der betriebseigenen Wohnung von Mönch eingeschlossen haben.
Lasse hat friedlich geschnarcht und nichts gehört.
Die Polizei fragte, warum die beiden Männer zusammen in der Wohnung waren, wo doch nur einer hier offiziell wohnte. "Jahresabschlussarbeiten", ne is klar. Die Bullen fanden das wohl auch witzig.
Wir am Niederrhein feiern gern Karneval. Also gab es eine interne Karnevalsfeier. Alle sollten sich kostümieren und es wurde in der Werkstatt gefeiert.
Löckchen lief im Fußballtrikot auf, das weiß ich noch. Nach reichlich Appelkorn eskalierte es.
Mönch lief hinter Löckchen her und zog im die Fußballerbuxe herunter. Horst machte sich über Uschi her, legte sie über den Schreibtisch und hielt ihre Hände fest (was ihr aber nicht gefiel).
Ich tanzte mit Frank und fand ihn toll..
Irgendwann standen die Grünbefrackten vor der Tür.
Sie wussten ja nicht, dass wir nur feierten, waren einfach nur aufmerksam und wunderten sich über die beleuchtete Werkstatt.
Kurzerhand wurden die Bullen eingeladen, mitzufeiern. Inzwischen tanzten Züge und Frank miteinander - und ich meine, sie tanzten MITEINANDER.
Einer der Bullen fragte mich dann, warum hier Männer miteinander tanzten. Was sollte ich sagen, was er nicht schon wusste...
Das waren so die Highlights der Ausbildung. Als ich nach 2 Jahren damit fertig war, habe ich gekündigt, obwohl die mich übernehmen wollten. Ich glaube, das war eine gute Entscheidung.
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Lehrjahre sind keine Herrenjahre (3)
Da stehen die Provinzler also am Düsseldorfer Flughafen und wissen nicht wies geht. Zum Glück kannte sich Herr Züge und sein Adlatus Herr Mönch aus. Sie delegierten uns wie die Lemmige zum Einchecken.
Elfriede hatte neue Wasserwellen und ihre schickeste Bluse an. Krampfhaft hielt sie die Sky-Leder-Handtasche umklammert.
Ich war auch nervös. Die Spantax wartete auf uns. Das war damals noch so ein Propellerdings, das mit Höllenlärm in die Luft ging.
Elfriede schrie durchs Flugzeug beim Start. Herr Mönch beruhgite sie wohlwollend, in dem er den Arm um sie legte. DAS war die verhängnisvolle Geste.. aber dazu später mehr.
Wir wohnten mitten in Palma in einem Hotel mit Pool, nichts spektakuläres, aber ich war zum ersten Mal in Spanien. Rund herum Häuser und der Blick aus dem Fenster fiel auf die Werbung für eine Diso: "BArbarella" Jane Fonda räkelte sich lebensgroß an der Häuserwand.
Elke und ich teilten ein Zimmer. Mönch und Züge (logisch!) Elkes Eltern, Horst und Löckchen, Uschi und Elfriede.
Frau Hollig war nicht dabei und Frank auch nicht.
Wenige Stunden nach der Ankunft bin ich erst mal die Treppe runtergefallen und mein Fuß wurde fußballgroß!
Margot hat eine elastische Binde besorgt, ich hatte dennoch ziemliche Schmerzen, wollte aber nicht schwächeln.
Abends sind wir dann in die Disco. "Superstar" hieß das Ding. Am Eingang wurden Elke und mir erst einmal Aufkleber auf die Bluse (sprich Titten) gepappt. Hat mich doch sehr befremdet.
Wir haben getanzt, soweit ich das mit meinem Fuß konnte. Irgendwelche Spanier tänzelten ständig um uns herum und wir tranken reichlich Alkohol.
Elke knutschte schon bald mit einem Spanier. Sie hatte, ebenso wie ich, zuhause einen Freund.
Ich habe nicht genknutscht, obwohl es genügend Gelegenheiten gab.
Irgendwann am Morgen fanden wir uns in einer Bar ein. Elke sehr betrunken, die anderen, Löckchen, Horst und Uschi waren auch da. Elfriede, Mönch und Züge sowie Elkes Eltern waren wohl im Hotel.
Die beiden Kerlen scharrten sich um Uschi. Ich muss nicht erwähnen, daß beide verheiratet waren.
Irgendwann wollte Elke ins Hotel und wankte davon.
Nach 10 Minuten war sie wieder da. Heulend. Ein Kerl hat sie auf der Straße angegriffen. Von da an durfte sie nicht mehr allein gehen.
Löckchen brachte uns "Likör 43" nah, wir sassen also den ganzen Tag am Pool und soffen das Zeugs.
Vor den Chefs durften wir Azubis uns nicht mit den anderen duzen, völlig schwachsinnig, die waren ja nur wenige Jahre älter.
Sonst haben wir uns natürlich geduzt!
An der Bar gab es einen Wurlitzer. Wir haben ständig "Is this Love" von Bob Marley und "Do ya think I´m sexy?" von Rod Stewart gehört.
Am nächsten Abend war ein Essen auf einer "Hazienda" geplant. Mit dem Bus fuhren wir aufs Land. Bereits im Bus sangen wir "Eisgekühlte Coca-Cola" zur Belustigung der anderen Fahrgäste.
Dieses Essen war der Horror. An ellenlangen Tischen saßen tausende von Menschen und wurden abgefertigt.
Es gab Wein aus diesen komischen Behältern,man machte den Mund auf und irgendwer goß das Zeugs direkt in den Mund. ÄTZEND.
Auf den Tischen waren Spanferkel. Jeder bekam eine Portion. Niemals vergesse ich, wie ein Kerl zu dem Schwein ging und mit beiden Händen die Ohren abbrach. Das hat sich regelrecht eingebrannt.
Zum Abschluß gab es noch ein Foto. Jemand hielt einen Sombrero hinter mir und vorne stand der Fotograf. Das wurde dann auf eine Pappe geklebt mit der Überschrift: WANTED!
Dieses peinliche Zeugnis einer Touristentour hing jahrelang im Schuppen meiner Eltern.
Elfriede hat gut gebechert und sich immer um Mönch herumgedrückt.
Als wir wieder im Hotel waren, sass sie heulend bei Uschi.
Sie hatte sich in Mönch verknallt! Weil er "immer so nett" war. Selbstredend dass Elfriedes Kerl zuhause ein echter Bergmann war. So ganz anders als der elegante Mönch mit seinen manikürten Händen und dem edlen Hüftschwung.
Elke und ich fanden das höchst amüsant und beschlossen, wieder in die Diso zu gehen. Am nächsten Tag sollten wir ja abreisen...
Fortsetzung folgt
Elfriede hatte neue Wasserwellen und ihre schickeste Bluse an. Krampfhaft hielt sie die Sky-Leder-Handtasche umklammert.
Ich war auch nervös. Die Spantax wartete auf uns. Das war damals noch so ein Propellerdings, das mit Höllenlärm in die Luft ging.
Elfriede schrie durchs Flugzeug beim Start. Herr Mönch beruhgite sie wohlwollend, in dem er den Arm um sie legte. DAS war die verhängnisvolle Geste.. aber dazu später mehr.
Wir wohnten mitten in Palma in einem Hotel mit Pool, nichts spektakuläres, aber ich war zum ersten Mal in Spanien. Rund herum Häuser und der Blick aus dem Fenster fiel auf die Werbung für eine Diso: "BArbarella" Jane Fonda räkelte sich lebensgroß an der Häuserwand.
Elke und ich teilten ein Zimmer. Mönch und Züge (logisch!) Elkes Eltern, Horst und Löckchen, Uschi und Elfriede.
Frau Hollig war nicht dabei und Frank auch nicht.
Wenige Stunden nach der Ankunft bin ich erst mal die Treppe runtergefallen und mein Fuß wurde fußballgroß!
Margot hat eine elastische Binde besorgt, ich hatte dennoch ziemliche Schmerzen, wollte aber nicht schwächeln.
Abends sind wir dann in die Disco. "Superstar" hieß das Ding. Am Eingang wurden Elke und mir erst einmal Aufkleber auf die Bluse (sprich Titten) gepappt. Hat mich doch sehr befremdet.
Wir haben getanzt, soweit ich das mit meinem Fuß konnte. Irgendwelche Spanier tänzelten ständig um uns herum und wir tranken reichlich Alkohol.
Elke knutschte schon bald mit einem Spanier. Sie hatte, ebenso wie ich, zuhause einen Freund.
Ich habe nicht genknutscht, obwohl es genügend Gelegenheiten gab.
Irgendwann am Morgen fanden wir uns in einer Bar ein. Elke sehr betrunken, die anderen, Löckchen, Horst und Uschi waren auch da. Elfriede, Mönch und Züge sowie Elkes Eltern waren wohl im Hotel.
Die beiden Kerlen scharrten sich um Uschi. Ich muss nicht erwähnen, daß beide verheiratet waren.
Irgendwann wollte Elke ins Hotel und wankte davon.
Nach 10 Minuten war sie wieder da. Heulend. Ein Kerl hat sie auf der Straße angegriffen. Von da an durfte sie nicht mehr allein gehen.
Löckchen brachte uns "Likör 43" nah, wir sassen also den ganzen Tag am Pool und soffen das Zeugs.
Vor den Chefs durften wir Azubis uns nicht mit den anderen duzen, völlig schwachsinnig, die waren ja nur wenige Jahre älter.
Sonst haben wir uns natürlich geduzt!
An der Bar gab es einen Wurlitzer. Wir haben ständig "Is this Love" von Bob Marley und "Do ya think I´m sexy?" von Rod Stewart gehört.
Am nächsten Abend war ein Essen auf einer "Hazienda" geplant. Mit dem Bus fuhren wir aufs Land. Bereits im Bus sangen wir "Eisgekühlte Coca-Cola" zur Belustigung der anderen Fahrgäste.
Dieses Essen war der Horror. An ellenlangen Tischen saßen tausende von Menschen und wurden abgefertigt.
Es gab Wein aus diesen komischen Behältern,man machte den Mund auf und irgendwer goß das Zeugs direkt in den Mund. ÄTZEND.
Auf den Tischen waren Spanferkel. Jeder bekam eine Portion. Niemals vergesse ich, wie ein Kerl zu dem Schwein ging und mit beiden Händen die Ohren abbrach. Das hat sich regelrecht eingebrannt.
Zum Abschluß gab es noch ein Foto. Jemand hielt einen Sombrero hinter mir und vorne stand der Fotograf. Das wurde dann auf eine Pappe geklebt mit der Überschrift: WANTED!
Dieses peinliche Zeugnis einer Touristentour hing jahrelang im Schuppen meiner Eltern.
Elfriede hat gut gebechert und sich immer um Mönch herumgedrückt.
Als wir wieder im Hotel waren, sass sie heulend bei Uschi.
Sie hatte sich in Mönch verknallt! Weil er "immer so nett" war. Selbstredend dass Elfriedes Kerl zuhause ein echter Bergmann war. So ganz anders als der elegante Mönch mit seinen manikürten Händen und dem edlen Hüftschwung.
Elke und ich fanden das höchst amüsant und beschlossen, wieder in die Diso zu gehen. Am nächsten Tag sollten wir ja abreisen...
Fortsetzung folgt
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Dienstag, 21. August 2007
Lehrjahre sind keine Herrenjahre (2)
Meine Kollegen waren ein illustres Völkchen. Zum einen die Mitazubi Elke, die Tochter der Putzfrau Margot. Kollege Hartmut, der für alles mögliche zuständig war. Genannt "Löckchen" wegen der Dauerwelle.
Uschi hatte gerade die Ausbildung beendet und behnahm sich wie die Chefin. Horst war Elektromeister und hat gleichzeitig mit mir und Elke angefangen.
Frank, aus New York natürlich und noch eine Teilzeitkraft "Frau H..." keine Ahnung mehr wie die hieß.
Elfriede gab es noch. Das war die andere Putzfrau. Elfriede war so ein richtiger "Koloniebär". Sie war sicher damals erst irgendwas um die 40. Für mich uralt, mit Dauerwelle und Muttikittel.
Von meinem ersten Gehalt habe ich mir ganz hohe schwarze Stiefel gekauft, mit Plateausohle und einem 15 cm Absatz!
130 MARK haben die Dinger damals gekostet, das war fast mein ganzes Gehalt! Mein Hang zu Schuhen war auch damals schon recht ausgeprägt.
Weihnachten rückte näher und der Chef, nennen wir ihn mal Herr Züge, beschloß die Party im Eastside im Rhein Ruhr Zentrum zu starten.
Das Ding war flammmneu und ich war nie zuvor in einem so "mondänen" Club. Ich kannte nur das Old Daddy in Duisburg, da war ich jedes Wochenende.
Wir fuhren also mit dem Cadillac ins Rhein Ruhr Zentrum. Dort gab es ein Essen und anschließend die Party in der Disco. Fand ich ganz beeindruckend. Frank tanzte wie ein junger Gott auf "YMCA" und "I love America".
Eine völlig neue Welt für mich. Überall Glitzer, Spiegel und aufgedonnerte Menschen
Für die Weihnachstfeier hat sich Elfriede natürlich aufgebrezelt wie Sau (sah aber immer noch nach Mutti aus.)
Das schlimmste kam noch: Margot trug das gleiche Kleid wie ich! Nur in einer anderen Farbe!
Ich kann mich erinnern, dass ich mir dieses Ding nie gekauft hätte. Meine Schwester hatte es in irgendeinem Versandhaus für eine Freundin mitbestellt, die es aber nicht wollte. Ich hatte damals nur indische Blusen und und Kleider, da war nichts passendes für einen Discobesuch dabei.
Mir passte das grausame Teil und aus lauter Not habe ich es behalten!
Ich traute mich kaum zu tanzen und kam mir reichlich beknackt vor in meinem geblümten Kleid zwischen all den Discomäusen.
Ganz neue Einblicke für eine Landpomeranze. Aber Frank tat so, als würde er es gar nicht merken und so fühlte ich mich wie Olivia Newton John....
Zu Beginn des darauf folgenden Jahres hatte Herr Züge die Idee, mit der ganzen Belegschaft nach Mallorca zu reisen.
Ich bin noch nie vorher geflogen und die meisten anderen auch nicht.
Die Wochenendreise wurde teils vom Chef gesponsert, den Rest haben meine Eltern beigesteurt.
Bis zu dem Zeitpunkt war ich ein braves Lehrmädchen.
Ich glaube, es ging Freitag morgens los.
Elkes Eltern sind mitgefahren und haben mich von zuhause abgeholt. Mit meinem grünen Köfferchen und einem fetten Herpes im Gesicht gings nach Düsseldorf.
Aufregend!
Fortsetzung folgt
Uschi hatte gerade die Ausbildung beendet und behnahm sich wie die Chefin. Horst war Elektromeister und hat gleichzeitig mit mir und Elke angefangen.
Frank, aus New York natürlich und noch eine Teilzeitkraft "Frau H..." keine Ahnung mehr wie die hieß.
Elfriede gab es noch. Das war die andere Putzfrau. Elfriede war so ein richtiger "Koloniebär". Sie war sicher damals erst irgendwas um die 40. Für mich uralt, mit Dauerwelle und Muttikittel.
Von meinem ersten Gehalt habe ich mir ganz hohe schwarze Stiefel gekauft, mit Plateausohle und einem 15 cm Absatz!
130 MARK haben die Dinger damals gekostet, das war fast mein ganzes Gehalt! Mein Hang zu Schuhen war auch damals schon recht ausgeprägt.
Weihnachten rückte näher und der Chef, nennen wir ihn mal Herr Züge, beschloß die Party im Eastside im Rhein Ruhr Zentrum zu starten.
Das Ding war flammmneu und ich war nie zuvor in einem so "mondänen" Club. Ich kannte nur das Old Daddy in Duisburg, da war ich jedes Wochenende.
Wir fuhren also mit dem Cadillac ins Rhein Ruhr Zentrum. Dort gab es ein Essen und anschließend die Party in der Disco. Fand ich ganz beeindruckend. Frank tanzte wie ein junger Gott auf "YMCA" und "I love America".
Eine völlig neue Welt für mich. Überall Glitzer, Spiegel und aufgedonnerte Menschen
Für die Weihnachstfeier hat sich Elfriede natürlich aufgebrezelt wie Sau (sah aber immer noch nach Mutti aus.)
Das schlimmste kam noch: Margot trug das gleiche Kleid wie ich! Nur in einer anderen Farbe!
Ich kann mich erinnern, dass ich mir dieses Ding nie gekauft hätte. Meine Schwester hatte es in irgendeinem Versandhaus für eine Freundin mitbestellt, die es aber nicht wollte. Ich hatte damals nur indische Blusen und und Kleider, da war nichts passendes für einen Discobesuch dabei.
Mir passte das grausame Teil und aus lauter Not habe ich es behalten!
Ich traute mich kaum zu tanzen und kam mir reichlich beknackt vor in meinem geblümten Kleid zwischen all den Discomäusen.
Ganz neue Einblicke für eine Landpomeranze. Aber Frank tat so, als würde er es gar nicht merken und so fühlte ich mich wie Olivia Newton John....
Zu Beginn des darauf folgenden Jahres hatte Herr Züge die Idee, mit der ganzen Belegschaft nach Mallorca zu reisen.
Ich bin noch nie vorher geflogen und die meisten anderen auch nicht.
Die Wochenendreise wurde teils vom Chef gesponsert, den Rest haben meine Eltern beigesteurt.
Bis zu dem Zeitpunkt war ich ein braves Lehrmädchen.
Ich glaube, es ging Freitag morgens los.
Elkes Eltern sind mitgefahren und haben mich von zuhause abgeholt. Mit meinem grünen Köfferchen und einem fetten Herpes im Gesicht gings nach Düsseldorf.
Aufregend!
Fortsetzung folgt
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Montag, 20. August 2007
Lehrjahre sind keine Herrenjahre
So sprachen meine Eltern gern. Ich hatte ja noch unverschämtes Glück, dass ich trotz meiner beschissenen nicht so guten Noten in Mathe und Rechnungswesen eine Ausbildungsstelle bekommen habe.
Es war ein Subunternehmen, das Elektriker und Schlosser verlieh. Meine Schwester kannte die beiden Geschäftsführer und warnte mich vor: "Die sind schwul!"
Nun, das war mir relativ egal. Aber zu diesem Zeitpunkt (1978) in der bescheidenen Kleinstadt war es doch ungewöhnlich.
Meine Mutter begleitete mich zum Vorstellungsgespräch. Der Inhaber war nicht da, aber sein Adlatus. Huch, der war sowas von tuntig, Mama und ich prustetenten hinter vorgehaltener Hand, als er vor uns die Treppe hinaufwackelte.
Egal, ich hatte einen Ausbildungsplatz.
Schnell wurde klar, wie das in dem Laden lief. Der Geschäftsführer war ein echter Kerl, laut, polterig, er ging morgens mit der Zeitung zum Kacken zur Toilette.
Sein Compagnon lief immer laut gestikulierend durch alle Räume und tat wichtig. Wichtig war auch die Kleidung.
Ich und die andere Azubi sollten auf keinen Fall mit Jeans bekleidet zur Arbeit kommen.
Warum auch immer. Die einzigen, die sich dann und wann verirrten, waren die Arbeiter, die was zu bemängeln hatten oder wegen eines neuen Einsatzes die Firma aufsuchten.
Ich verdiente so wenig, wie es nur ging, nämlich 300 Mark im ersten und 350 Mark im zweiten Ausbildungsjahr
Wegen dermiserablen nicht so guten Zensuren hatte ich keinen Abschluß und durfte mich auf eine Nachprüfung freuen.
Nur die erfolgreiche Fachoberschulreife garantierte mir eine reduzierte Lehrzeit.
Zum Glück habe ich die Prüfung bestanden und durfte zu den anderen Lehrzeitverkürzern, was mir ausgesprochen gute Zeiten offerierte.
Es war dort anders, als in anderen Ausbildungsbetrieben. Zum einen hatten die beiden Herren eine ausgesprochenen USA Affinität.
Der Fuhrpark bestand dementsprechend aus einem schicken roten Camaro und einem gediegenen grauen Cadillac.
ZurBelustigung arbeitstechnischen Unterstützung beorderten sich die beiden Chefs einen Lustknaben Bekannten aus New York. Frank hieß er.
Ich fand ihn toll, er sah aus wie Freddy Mercury mit seinem dunklen Schnäuzer. Elegant war er und immer gut gelaunt. An seinem Schreibtisch klebte ein Riesenaufkleber "I (HERZ) NY". Ich liebte New York ohne jemals da gewesen zu sein.
Er sprach Englisch mit uns und führte den Casual Friday ein, an dem wir mit Jeans kommen durften.
Nie und nimmer bin ich damals auf die Idee gekommen, dass auch Frank nicht unbedingt auf Frauen und schon gar nicht auf Azubi-Mädchen stand.
Ich kannte ja nun noch gar nichts von der Welt, außer in Holland war ich noch nie raus aus der miserablen Kleinstadt. Und die redeten von New York!
Zu meinen Aufgaben gehörte es unter anderem Akquise Schreiben auszudrucken und zu verschicken. Dazu wurde ein Lochstreifen angefertigt und durch einen Automaten gejagt, der den Brief in Serie schrieb. Wenn mal ein Loch ausgefranst war, enstanden ganz komische Wörter.
Um das zu vermeiden, wurde ein Schreibautomat angeschafft.
Schicke Leute aus Düsseldorf kamen und ich dufte damit arbeiten.
Es gab einen Monitor, eine Tastatur mit Typenrad und ein 5 1/4" Floppy Disk Laufwerk. Die Dateien hießen damals "Jobs".
Auf eine Disk passten 99 Jobs. Spannend war das. So kam ich schon sehr früh mit EDV in Berührung und baldowerte aus, wie das Ding am besten funktionierte. Schon bald war ich Expertin und jagte die Briefe aus dem Drucker.
Zur Enstpannung gab es auch Spiele. "Galgenmännchen" zum Beispiel.
Fortsetzung folgt
Es war ein Subunternehmen, das Elektriker und Schlosser verlieh. Meine Schwester kannte die beiden Geschäftsführer und warnte mich vor: "Die sind schwul!"
Nun, das war mir relativ egal. Aber zu diesem Zeitpunkt (1978) in der bescheidenen Kleinstadt war es doch ungewöhnlich.
Meine Mutter begleitete mich zum Vorstellungsgespräch. Der Inhaber war nicht da, aber sein Adlatus. Huch, der war sowas von tuntig, Mama und ich prustetenten hinter vorgehaltener Hand, als er vor uns die Treppe hinaufwackelte.
Egal, ich hatte einen Ausbildungsplatz.
Schnell wurde klar, wie das in dem Laden lief. Der Geschäftsführer war ein echter Kerl, laut, polterig, er ging morgens mit der Zeitung
Sein Compagnon lief immer laut gestikulierend durch alle Räume und tat wichtig. Wichtig war auch die Kleidung.
Ich und die andere Azubi sollten auf keinen Fall mit Jeans bekleidet zur Arbeit kommen.
Warum auch immer. Die einzigen, die sich dann und wann verirrten, waren die Arbeiter, die was zu bemängeln hatten oder wegen eines neuen Einsatzes die Firma aufsuchten.
Ich verdiente so wenig, wie es nur ging, nämlich 300 Mark im ersten und 350 Mark im zweiten Ausbildungsjahr
Wegen der
Nur die erfolgreiche Fachoberschulreife garantierte mir eine reduzierte Lehrzeit.
Zum Glück habe ich die Prüfung bestanden und durfte zu den anderen Lehrzeitverkürzern, was mir ausgesprochen gute Zeiten offerierte.
Es war dort anders, als in anderen Ausbildungsbetrieben. Zum einen hatten die beiden Herren eine ausgesprochenen USA Affinität.
Der Fuhrpark bestand dementsprechend aus einem schicken roten Camaro und einem gediegenen grauen Cadillac.
Zur
Ich fand ihn toll, er sah aus wie Freddy Mercury mit seinem dunklen Schnäuzer. Elegant war er und immer gut gelaunt. An seinem Schreibtisch klebte ein Riesenaufkleber "I (HERZ) NY". Ich liebte New York ohne jemals da gewesen zu sein.
Er sprach Englisch mit uns und führte den Casual Friday ein, an dem wir mit Jeans kommen durften.
Nie und nimmer bin ich damals auf die Idee gekommen, dass auch Frank nicht unbedingt auf Frauen und schon gar nicht auf Azubi-Mädchen stand.
Ich kannte ja nun noch gar nichts von der Welt, außer in Holland war ich noch nie raus aus der miserablen Kleinstadt. Und die redeten von New York!
Zu meinen Aufgaben gehörte es unter anderem Akquise Schreiben auszudrucken und zu verschicken. Dazu wurde ein Lochstreifen angefertigt und durch einen Automaten gejagt, der den Brief in Serie schrieb. Wenn mal ein Loch ausgefranst war, enstanden ganz komische Wörter.
Um das zu vermeiden, wurde ein Schreibautomat angeschafft.
Schicke Leute aus Düsseldorf kamen und ich dufte damit arbeiten.
Es gab einen Monitor, eine Tastatur mit Typenrad und ein 5 1/4" Floppy Disk Laufwerk. Die Dateien hießen damals "Jobs".
Auf eine Disk passten 99 Jobs. Spannend war das. So kam ich schon sehr früh mit EDV in Berührung und baldowerte aus, wie das Ding am besten funktionierte. Schon bald war ich Expertin und jagte die Briefe aus dem Drucker.
Zur Enstpannung gab es auch Spiele. "Galgenmännchen" zum Beispiel.
Fortsetzung folgt
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Donnerstag, 16. August 2007
Wie war das als Kind?
Was willst Du mal werden? Mit dieser Frage wurde ich, wie wohl jedes Kind, gequält. Sobald man mehr als "Mama, Papa oder Idioten" lallen kann, zeigt man sich verantwortlich, seinen Lebensweg zu definieren.
Was wollte ich werden? Groß, schwarzhaarig mit schmalen Hüften und grünen Augen. Das konnte ich mir wünschen, wie ich wollte, hat nicht geklappt.
Musste ich mir Gedanken darüber machen? JA!
Die Talente, die ich zweifelsohne hatte, wurden von meinen Eltern nicht gefördert.
"Lesen und Schreiben gut, Rechnen befriedigend", so stand es in meinem Zeugnis, am Ende des ersten Schuljahres.
Diese Benotung hat sich durch mein komplettes Schulleben gezogen. "Rechnen" war nie meine Stärke.
Aber was will ich "werden?"
Als Kind wollte ich natürlich was "mit Tieren" machen. Tieren helfen. Wie fast alle kleinen Mädchen.
Später habe ich dann meine Leidenschaft fürs Fotografieren entdeckt. "Brotlose Kunst", sagte meine Mutter und damit war das Thema vom Tisch.
Weil ich aber mit 15 immer noch keine Ahnung hatte, wie ich für die nächsten 50 Jahre meinen Lebensunterhalt bestreiten soll, bin ich erst einmal zur Handelsschule gegangen.
Schon nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass Buchführung, BWL und VWL außerhalb meines Interessengebietes lag.
Ich habe mich immer für naturwissenschaftliche Fächer interssiert.
Politik, Deutsch, Englisch und Steno haben Spass gemacht. Der Rest war scheiße.
Ich wollte kreativ sein, forschen, bauen und verstehen.
Selbstverständlich durfte ich die Handelsschule nicht verlassen und quälte mich mit Müh und Not durch die Prüfung.
Jetzt hatte ich erst einmal die Nase gestrichen voll vom schulischen Allerlei.
Ich hatte Glück und bekam eine Ausbildungsstelle.
Naja, eine kaufmännsische Ausbildung war nicht das schlechteste. Meine Ausbildung war auch sehr merkwürdig, aber das an anderer Stelle.
Die Zeit in der Berufsschule war locker. Mit anderen Lehrzeitverkürzern und ehemaligen Mitschülern, verbrachten wir die Berufsschulstunden im nahe gelegenen Park. Ohne große Anstrengungen habe ich die Prüfung gemacht. Ich brauchte kein Spitzenergebnis, das war es mir nicht wert. Spaß war wichtiger.
Dann wollte ich Geld verdienen und endlich von zuhauses ausziehen.
Das hat ja auch geklappt.
Mein Fachabi habe ich nebenbei gemacht, natürlich kaufmännisch. Mathe hat mir auch wieder keinen Spass gemacht und Rechnungswesen fand ich nach wie vor zum Kotzen.
Mein Studium, nebenberuflich, war ebenfalls kaufmännischer Art.
Trotzdem gab es Jobs, die mir Spaß gemacht haben.
Ich kümmere mich total gern um andere Menschen, übernehme supergerne organisatorische Aufgaben und geschrieben habe ich auch immer schon.
Insofern bin ich inzwischen das geworden, was ich werden wollte. Im Lesen und Schreiben gut....
Meine stetige Unruhe, hat mich zum Glück immer weiter getrieben.
Mal schauen, was noch kommt...
Was wollte ich werden? Groß, schwarzhaarig mit schmalen Hüften und grünen Augen. Das konnte ich mir wünschen, wie ich wollte, hat nicht geklappt.
Musste ich mir Gedanken darüber machen? JA!
Die Talente, die ich zweifelsohne hatte, wurden von meinen Eltern nicht gefördert.
"Lesen und Schreiben gut, Rechnen befriedigend", so stand es in meinem Zeugnis, am Ende des ersten Schuljahres.
Diese Benotung hat sich durch mein komplettes Schulleben gezogen. "Rechnen" war nie meine Stärke.
Aber was will ich "werden?"
Als Kind wollte ich natürlich was "mit Tieren" machen. Tieren helfen. Wie fast alle kleinen Mädchen.
Später habe ich dann meine Leidenschaft fürs Fotografieren entdeckt. "Brotlose Kunst", sagte meine Mutter und damit war das Thema vom Tisch.
Weil ich aber mit 15 immer noch keine Ahnung hatte, wie ich für die nächsten 50 Jahre meinen Lebensunterhalt bestreiten soll, bin ich erst einmal zur Handelsschule gegangen.
Schon nach kurzer Zeit stellte ich fest, dass Buchführung, BWL und VWL außerhalb meines Interessengebietes lag.
Ich habe mich immer für naturwissenschaftliche Fächer interssiert.
Politik, Deutsch, Englisch und Steno haben Spass gemacht. Der Rest war scheiße.
Ich wollte kreativ sein, forschen, bauen und verstehen.
Selbstverständlich durfte ich die Handelsschule nicht verlassen und quälte mich mit Müh und Not durch die Prüfung.
Jetzt hatte ich erst einmal die Nase gestrichen voll vom schulischen Allerlei.
Ich hatte Glück und bekam eine Ausbildungsstelle.
Naja, eine kaufmännsische Ausbildung war nicht das schlechteste. Meine Ausbildung war auch sehr merkwürdig, aber das an anderer Stelle.
Die Zeit in der Berufsschule war locker. Mit anderen Lehrzeitverkürzern und ehemaligen Mitschülern, verbrachten wir die Berufsschulstunden im nahe gelegenen Park. Ohne große Anstrengungen habe ich die Prüfung gemacht. Ich brauchte kein Spitzenergebnis, das war es mir nicht wert. Spaß war wichtiger.
Dann wollte ich Geld verdienen und endlich von zuhauses ausziehen.
Das hat ja auch geklappt.
Mein Fachabi habe ich nebenbei gemacht, natürlich kaufmännisch. Mathe hat mir auch wieder keinen Spass gemacht und Rechnungswesen fand ich nach wie vor zum Kotzen.
Mein Studium, nebenberuflich, war ebenfalls kaufmännischer Art.
Trotzdem gab es Jobs, die mir Spaß gemacht haben.
Ich kümmere mich total gern um andere Menschen, übernehme supergerne organisatorische Aufgaben und geschrieben habe ich auch immer schon.
Insofern bin ich inzwischen das geworden, was ich werden wollte. Im Lesen und Schreiben gut....
Meine stetige Unruhe, hat mich zum Glück immer weiter getrieben.
Mal schauen, was noch kommt...
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Dienstag, 14. August 2007
Gemeinheiten
Dieses mal wurde ich inspiriert von Katja und da fiel mir folgende Geschichte ein.
Vor vielen Jahren habe ich mal als Redaktionssekretärin bei einem Lokalsender gearbeitet.
Ab und an kamen Leute in den Sender um ihre abstrusen Wünsche oder Belanglosigkeiten vorzutragen.
Und wo sind diese Irren gelandet? Bei mir.
Eines schönen Sommertages stand eine beleibte Frau mit lustigem Strohhütchen vor mir.
Sie war auf der verzweifelten Suche nach einem Lied, kannte aber den Titel nicht und schon gar nicht den Interpreten.
"Ich kann nur vorsingen!" sagte sie. Ich bat darum.
Sie wiegte ihre Hüften und sang: "Da wackelt das Kotelett und manches Kilo Fett.
Wiegt sich Schweinebauch an Schweinebauch im Takte..."
Ich fühlte mich bei dem Anblick und dem Text, als würde ich fast kollabieren. Habe mich aber zusammen gerissen und ratlos getan (was ich tatsächlich war!)
Kollege J. ging gerade vorbei und ich habe ihn hereingewunken. "Sag mal, J.- du als alter Musikredakteur (er war Nachrichten) kennst Dich doch aus..." Ich erklärte ihm kurz die Situation und wir baten die Damen nochmals den Schweinebuch zittern zu lassen. Was sie natürlich tat. J.s Unterlippe zitterte ebenfalls.
Er konnte aber LEIDER auch nicht helfen.
So musste ein weiterer Kollege ran. Das gleiche Spielchen noch einmal. Die Dame sang was das Zeug hielt, aber LEIDER kannte keiner das Lied.
Inzwischen standen ca. 5 Leute in meinem Büro.
Ja schade, aber falls wir es herausbekommen, melden wir uns bei Ihnen! GroßesSchweine ehrenwort...
Nachdem Frau Kotelett aus dem Sender war, sind wir brüllend zusammengebrochen, bis unser Programmchef aus seinem Büro kam.
Ihm erzählten wir die Geschichte auch noch einmal.
Ja, wir hatten viel Spaß!
Vor vielen Jahren habe ich mal als Redaktionssekretärin bei einem Lokalsender gearbeitet.
Ab und an kamen Leute in den Sender um ihre abstrusen Wünsche oder Belanglosigkeiten vorzutragen.
Und wo sind diese Irren gelandet? Bei mir.
Eines schönen Sommertages stand eine beleibte Frau mit lustigem Strohhütchen vor mir.
Sie war auf der verzweifelten Suche nach einem Lied, kannte aber den Titel nicht und schon gar nicht den Interpreten.
"Ich kann nur vorsingen!" sagte sie. Ich bat darum.
Sie wiegte ihre Hüften und sang: "Da wackelt das Kotelett und manches Kilo Fett.
Wiegt sich Schweinebauch an Schweinebauch im Takte..."
Ich fühlte mich bei dem Anblick und dem Text, als würde ich fast kollabieren. Habe mich aber zusammen gerissen und ratlos getan (was ich tatsächlich war!)
Kollege J. ging gerade vorbei und ich habe ihn hereingewunken. "Sag mal, J.- du als alter Musikredakteur (er war Nachrichten) kennst Dich doch aus..." Ich erklärte ihm kurz die Situation und wir baten die Damen nochmals den Schweinebuch zittern zu lassen. Was sie natürlich tat. J.s Unterlippe zitterte ebenfalls.
Er konnte aber LEIDER auch nicht helfen.
So musste ein weiterer Kollege ran. Das gleiche Spielchen noch einmal. Die Dame sang was das Zeug hielt, aber LEIDER kannte keiner das Lied.
Inzwischen standen ca. 5 Leute in meinem Büro.
Ja schade, aber falls wir es herausbekommen, melden wir uns bei Ihnen! Großes
Nachdem Frau Kotelett aus dem Sender war, sind wir brüllend zusammengebrochen, bis unser Programmchef aus seinem Büro kam.
Ihm erzählten wir die Geschichte auch noch einmal.
Ja, wir hatten viel Spaß!
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Freitag, 10. August 2007
Survival - long time ago
Ich war 16 Jahre alt, hatte seit einigen Monaten meinen ersten Freund und der wiederum hatte ein Moped, damals Klasse 5. Eine orange Hercules.
Die lang ersehnten Ferien rückten näher und der erste Ferientag begann mit tollem Sonnenschein. Schöne Aussichten auf 6 lange Wochen.
Sven holte mich, wie jeden Tag, mit seinem Moped ab und wir fuhren durch die Gegend. Wir wollten ständig zusammensein und mit Beginn der Sommerferien hatten wir bereits vormittags die Gelegenheit.
Ich sollte mit meinen Eltern und einer Freundin gemeinsam an die Nordsee fahren und wir wären 2 lange Wochen getrennt gewesen. Das mochten wir uns gar nicht vorstellen.
Ich weiß nicht mehr, wer von uns beiden auf die Idee kam, ich glaube ich war es. Jedenfalls wollte ich unbedingt mit der Hercules fahren.
Wir sind ein wenig aus der miefigen Kleinstadt herausgefahren und ich habe dann die Führung übernommen.
Sven sass hinter mir. So fuhren wir gemählich über Land. Auf dem Rückweg habe ich es nicht geschafft, die Linkskurve zu bekommen. Vor Schreck habe ich wahrscheinlich Gas gegeben und wir sind statt links herum, in die Kurve gerast, in der ein Begrenzungspfahl stand und Bäume.
Da lagen wir also, Sven, ich und das Moped. Mein Fuß schmerzte.
Er hob das Moped von mir und ich merkte, als ich aufstehen wollte, wie schwarz mir vor Augen wurde.
Zum Glück hatte die Hercules keinen Schaden. Aber ich scheinbar. Damals gab es diese Lederschlappen, mit denen bin ich gefahren.
Erst einmal hat er mich zur Sozia gemacht und ist mit zur sich nach Hause gefahren. Seine Eltern waren beide berufstätig.
Mir war kotzübel, ich konnte nicht auftreten und hatte eine dicke Blase auf dem rechten Fuß. Der Schuh war auch hinüber.
Wir schmierten Salbe drauf, es half nicht, immer wieder versagte mein Kreislauf vor Schmerzen.
Uns blieb nichts anderes übrig, als nach Hause zu fahren. Kalkweiss und humpelnd kam ich zuhause an. Der Fuß war dick wie ein Fußball.
Natürlich hatte ich keinen Führerschein und wollte nicht erzählen, dass ich schwarz gefahren bin. Also habe ich eine Lügengeschichte erfunden, ich wäre beim Spaziergang umgeknickt.
Meine Eltern haben mir nicht so recht geglaubt und darauf bestanden, dass ich ins Krankenhaus fahre.
Lange Rede, kurzer Sinn: Der Fuß war gebrochen und zwar da, wo es am unangenehmsten ist. DAs Kahnbein, Fußwurzel war durch. Knacks.
Toll. Da sass ich nun, am ersten Ferientag mit einem fetten Gips. Ich musst im Krankenhaus bleiben.
Natürlich habe ich gedrängelt wenigstens nach Hause zu können. Ich musste ja nur liegen.
Meine Eltern fuhren ohne mich und ich durfte im heimischen Bett liegen, mit Liegegips.
Sven war jeden Tag da und es passierte das, was meine Eltern befürchteten - haha, sie waren ja weit weg.
6 Wochen lang war ich zuhause. Die gesamten Ferien. Danach bekam ich einen Gehgips - weitere 6 Wochen lang.
Als die Schule begann, hatte ich nicht nur den Gips, sondern war um viele Erfahrungen reicher.
Selbstverständlich habe ich mich, samt Gehgips, erst mal aufs Mopeg gesetzt und bin gefahren. Durch die Stadt, mit Sven als Sozius. Total dreist.
Die lang ersehnten Ferien rückten näher und der erste Ferientag begann mit tollem Sonnenschein. Schöne Aussichten auf 6 lange Wochen.
Sven holte mich, wie jeden Tag, mit seinem Moped ab und wir fuhren durch die Gegend. Wir wollten ständig zusammensein und mit Beginn der Sommerferien hatten wir bereits vormittags die Gelegenheit.
Ich sollte mit meinen Eltern und einer Freundin gemeinsam an die Nordsee fahren und wir wären 2 lange Wochen getrennt gewesen. Das mochten wir uns gar nicht vorstellen.
Ich weiß nicht mehr, wer von uns beiden auf die Idee kam, ich glaube ich war es. Jedenfalls wollte ich unbedingt mit der Hercules fahren.
Wir sind ein wenig aus der miefigen Kleinstadt herausgefahren und ich habe dann die Führung übernommen.
Sven sass hinter mir. So fuhren wir gemählich über Land. Auf dem Rückweg habe ich es nicht geschafft, die Linkskurve zu bekommen. Vor Schreck habe ich wahrscheinlich Gas gegeben und wir sind statt links herum, in die Kurve gerast, in der ein Begrenzungspfahl stand und Bäume.
Da lagen wir also, Sven, ich und das Moped. Mein Fuß schmerzte.
Er hob das Moped von mir und ich merkte, als ich aufstehen wollte, wie schwarz mir vor Augen wurde.
Zum Glück hatte die Hercules keinen Schaden. Aber ich scheinbar. Damals gab es diese Lederschlappen, mit denen bin ich gefahren.
Erst einmal hat er mich zur Sozia gemacht und ist mit zur sich nach Hause gefahren. Seine Eltern waren beide berufstätig.
Mir war kotzübel, ich konnte nicht auftreten und hatte eine dicke Blase auf dem rechten Fuß. Der Schuh war auch hinüber.
Wir schmierten Salbe drauf, es half nicht, immer wieder versagte mein Kreislauf vor Schmerzen.
Uns blieb nichts anderes übrig, als nach Hause zu fahren. Kalkweiss und humpelnd kam ich zuhause an. Der Fuß war dick wie ein Fußball.
Natürlich hatte ich keinen Führerschein und wollte nicht erzählen, dass ich schwarz gefahren bin. Also habe ich eine Lügengeschichte erfunden, ich wäre beim Spaziergang umgeknickt.
Meine Eltern haben mir nicht so recht geglaubt und darauf bestanden, dass ich ins Krankenhaus fahre.
Lange Rede, kurzer Sinn: Der Fuß war gebrochen und zwar da, wo es am unangenehmsten ist. DAs Kahnbein, Fußwurzel war durch. Knacks.
Toll. Da sass ich nun, am ersten Ferientag mit einem fetten Gips. Ich musst im Krankenhaus bleiben.
Natürlich habe ich gedrängelt wenigstens nach Hause zu können. Ich musste ja nur liegen.
Meine Eltern fuhren ohne mich und ich durfte im heimischen Bett liegen, mit Liegegips.
Sven war jeden Tag da und es passierte das, was meine Eltern befürchteten - haha, sie waren ja weit weg.
6 Wochen lang war ich zuhause. Die gesamten Ferien. Danach bekam ich einen Gehgips - weitere 6 Wochen lang.
Als die Schule begann, hatte ich nicht nur den Gips, sondern war um viele Erfahrungen reicher.
Selbstverständlich habe ich mich, samt Gehgips, erst mal aufs Mopeg gesetzt und bin gefahren. Durch die Stadt, mit Sven als Sozius. Total dreist.
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Montag, 6. August 2007
Wieder mal Glück gehabt

Wie immer, wenn man sich an eine furchtbare Geschichte erinnert, fallen einem viele andere ein und dann wird man sich möglicherweise wieder bewußt, wieviel Glück man bereits im Leben hatte.
Zuerst das, und das - dann das!
So geschehen vor vielen Jahren, auch das:
Ich hatte ein Motorrad und bin auch gern gefahren. Mein damaliger Freund und späterer Mann lebte in Wolfsburg. Im Sommer bin ich dann von Düsseldorf nach Wolfsburg mit dem Motorrad gefahren.
Das war natürlich sehr stupide immer nur auf der Autobahn.
Hin wollte ich schnell und zurück auch. Mein kleines Mopped hatte nur 45 PS und war nicht das schnellste. Um alles herauszuholen hatte ich einen Tankrucksack über den ich mich gelegt habe und dann ging es etwas flotter.
Auf dem Heimweg von Wolfsburg, gibt es auf der A2 eine Stelle, die etwas bergab führt, in der Nähe von Bochum fährt man in eine Senke.
Ich lag also wieder auf meiner Suzi und habe Gas gegeben, alles was das Ding gebracht hat.
AUf einmal sehe ich STAU - direkt vor mir. Vollbremsungen waren nie so meine Stärke.
Ich habe heruntergeschaltet, gebremst und die Panik im Gesicht gehabt, als ich so auf das Stauende zuraste.
Die beiden Wagen am Ende des Staus standen dicht zusammen, so dass ich keine Möglichkeit sah, durch deren Mitte zu fahren.
Im Geiste sah ich mich auf eines der beiden Autos knallen. Zum Glück hat das linke Fahrzeug wohl den Rückspiegel benutzt (was ja nicht jeder tut) und reagiert.
Er hat sein Fahrzeug ganz dicht an die Leitplanke gefahren und ich hatte Platz.
Genau neben seinem Wagen bin ich zum stehen gekommen und habe dem Fahrer nur dankbar zugenickt.
Mir haben die Knie geschlottert und am nächsten Rastplatz musste ich erst einmal abfahren und mich kurz hinlegen.
Das war ein Schock.
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